Mögen wir das Pferd am Pariser Platz?

Ein wenig erstaunt war ich schon, als ich gestern während der Demo am Pariser Platz das gigantische Pferd zu Gesicht bekam, das die „gute Stube Berlins“ nun ziert. Auf den ersten Blick wirkt es durch seine schiere Größe und Wuchtigkeit ein wenig martialisch, ein Eindruck, der sich auf den zweiten Blick jedoch verliert: es guckt recht freundlich, besteht aus lauter rundlichen Formen und erinnert dadurch ein wenig ans Michelin-Männchen.

Pferde-Statue von Fernando Botero

Wie man sieht, wurde der Gaul gleich in den Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung eingebunden!

Das Pferd stammt vom kolumbianischen Künstler Fernando Botero, der auch als „Salvador Dali Lateinamerikas“ bezeichnet wird. Es wird uns nicht auf Dauer erhalten bleiben, denn es handelt sich um eine auf zwei Monate begrenzte Ausstellung, zu der noch 14 andere Statuen gehören, die ebenfalls im Berliner Stadtraum aufgestellt sind, z.B. vor dem Berliner Dom.

Botero-Statue am Pariser Platz

Mit den Demonstranten zusammen abgelichtet, assoziiere ich mit dem Anblick auch „Baal“, bzw. die Anbetung eines Tiergotts in Babylon, wie sie in der Bibel berichtet (und natürlich nieder gemacht) wird. Das war allerdings ein „goldenes Kalb“, kein Pferd.

Um die Aufstellung der Statuen gibt es – wie immer in Berlin – natürlich Kontroversen. Den ausführlichsten Artikel dazu fand Goggle im „Neuen Deutschland“.

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Ein Blog von: ClaudiaBerlin

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2 Kommentare

  1. Pingback: Freiheit statt ANGST??

  2. Mit den Demonstranten zusammen
    abgelichtet, assoziiere ich mit dem
    Anblick auch „Trojanisches Pferd“


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