Al Andalus / Blub: Zur Sauna nach Neukölln

Gestern Abend in der Sauna gewesen. Und weil auch das, was ich „im Auftrag“ schreibe, nicht immer ganz spurlos an mir vorüber geht, hab ich mich ausnahmsweise an meine eigenen, kürzlich verkündeten Tipps zum gesunden Saunieren gehalten. Also zwei Saunagänge OHNE Aufguss, in aller Ruhe, ohne die Hektik des Handtuch-Gewedels und ohne die Feuchtigkeit des verdampfenden Wassers, das den Prozess des Schwitzens ja stoppt und nicht etwa befördert. Ich merkte kaum, wie die 15 Minuten verstrichen, so wohl fühlte ich mich in der trockenen Hitze! Was durch das Aufgussritual vermieden wird, nämlich die Stille, das Nichtstun, das ereignislose in-sich-Versinken ist genau das, was Erholung wirklich ausmacht – nicht nur in der Sauna.

Gerne schaue ich während eines Aufenthalts im „SPA“, wie das heute heißt, den Mitmenschen mal unauffällig aufs Genital. Mich interessiert nämlich, ob und wie schnell sich die in den 90gern aufgekommene Mode der Genitalrasur durchsetzt. Gestern lag die Quote bei etwa 50% „Rasierte“ – und es werden immer mehr. Was für ein Erfolg für die Kosmetikindustrie, den natürlichen Haarwuchs zur hygienisch problematischen Altlast umdefiniert zu haben! Verschiedene Enthaarungsmethoden, Pflegeprodukte für vorher und nachher, Deodorants, von denen man nun quasi abhängig ist, dazu all die Mittelchen und Behandlungen gegen die Folgeschäden – das muss ein ZigMillionengeschäft sein!

In der „Sauna für Puristen“ könnte ich jedenfalls solche Beobachtungen nicht anstellen, doch nicht nur deshalb fahre ich immer wieder gerne ins wilde Neukölln, wo das Al Andalus, die ungelogen „attraktivste Saunalandschaft Berlins“ mit sieben verschiedenen Saunen, einem wunderschönen Dampfbad, großem Pool und einer dschungelartig mit echten Pflanzen bewachsenen Ruhe-Zone lockt.

Zwar ist das auch zum Mondscheintarif (13 Euro ab 20 Uhr) kein ganz billiges Vergnügen, da ich aber insgesamt eher „Konsum-behindert“ bin und mit dem „Shopping“ so meine Problem habe, kann ich mir das locker gönnen.

Bin mal gespannt, ob und wann eigentlich in „Media-Spree“ irgend ein erwähnenswerter Wohlfühl-Tempel entsteht. Aber vielleicht haben die so gerne gehypten „Kreativen“ für sowas ja gar keine Zeit…

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ClaudiaBerlin

Autor: ClaudiaBerlin

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Ein Kommentar

  1. Durch Infrarotkabinen und Wärmekabinen können mittels dem künstlichen Fiebereffekt schädliche Bakterien und Viren abgetötet werden.

    Mittels Infrarotkabinen erzielt man ein doppeltes Schweißvolumen als in einer herkömmlichen Sauna, zudem höhere toxische Konzentration im Schweiß.

    Infrarot-Kabinen nehmen einen immer größer werdenden Stellenwert im Bereich Sauna ein, da sie durch niedrigere Erwärmung für den Körper weniger belastend wirken. Mit einer Infrarotkabine können Sie Ihre Gesundheit, Körper und Seele in Einklang bringen.


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