Exberliner, in new shape and form

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Ich liebe Englisch, auch wenn sonst alle Welt unter der Last der Anglizismen stöhnt. Ich sehe das anders, Englisch ist die Sprache der Freiheit, der Liebe, seit jeher. Zumindest für mich. So ist es kein Wunder, dass ich seit einiger Zeit nun schon erklärter Fan des wirklich einmaligen Magazins Exberliner bin. Denn das kommt durch und durch auf Englisch daher.

Außerdem ist es ein Papiermagazin, auch das ist ungemein sympatisch. Die Internetseite gibt inhaltlich nicht viel her, sie informiert lediglich über Events und andere Neuigkeiten rund um das Gesamtprojekt. Zu dem gehören unter anderem auch eine Wohnungsvermittlung und ein Berlin City Guide. Alles natürlich auf Englisch.

Will man dagegen das Magazin selbst lesen, muss man es sich in ausgesuchten Berliner Cafés oder Kneipen besorgen, Monat für Monat. Oder man abonniert. So wie ich. Um zum Beispiel das Neukölln-Special im Maiheft nicht zu verpassen. Oder folgendes in der aktuellen Ausgabe:

The German capital is like a time maschine: the years go by, but you don’t think they do. Which probably explains why students never seem to graduate…

In diesem Monat nun tritt der Exberliner mit einem kompletten Makeover an. Angekündigt war es, und neugierig war ich auch. Trotzdem war es ein Schock, ich kann es nicht anders sagen. Nichts gegen das neue, griffige Papier, Hochglanz brauche ich wirklich nicht. Auch die Umorganisation im Inneren, weniger helle Schrift auf dunklem Grund, wie mir scheint. Das ist gut. Aber das Format? Warum um Himmels Willen auf einmal dieses Riesenformat? Wie soll ich das denn in meinem Regal unterbringen, wo ich die Hefte nach dem Lesen versammle? Ganz abgesehen davon, dass es so kaum noch in eine normale Din A4-taugliche Tasche passt, geschweige denn ins Motorradtopcase, das abgerundete Ecken hat.

Doch das sind nur die praktischen Aspekte. Viel schlimmer ist: die vorherigen Abmessungen erinnerten mich immer an die klassischen englischen Papierformate, die ein anderes Seitenverhältnis aufweisen als wir es hier kennen. Also mehr breit sind als hoch. Wunderbar! Das kann man doch nicht einfach so abschaffen!

Außerdem wäre es eine gute Idee, den Abonennten nicht immer den Adressaufkleber mitten auf das Cover zu kleben.  Auf die Art haben schließlich ausgerechnet die regelmäßigen Bezieher immer ein kaputtes Exemplar. Das ist nicht ausgesprochen unschön, besonders jetzt, bei dem neuen rauen Papier. Da kriegt man das Ding überhaupt nicht mehr unfallfrei runter. Oder bin ich die einzige, die diese Aufkleber immer gleich loswerden will?

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2 Kommentare

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