Deutsche Bahn ist am Kühlschrank-Unfall selber schuld!

Warum ich das behaupte? Sag ich gleich! Erstmal kurz die Sachlage: Als „Kühlschrank-Anschlag auf S-Bahn“ wird der nächtliche Zusammenstoß zweier S-Bahnen mit einem Kühlschrank auf den Geleisen zwischen Ostkreuz und Warschauer Brücke gemeldet. In der Abendschau tönte das dann schon harmloser: man vermutet nun keinen politischen Hintergrund mehr, sondern eher einen dumme-Jungen-Streich.

Der Sprecher der Deutschen Bahn verweist auf die „illegale Mülldeponie“ am unteren Ende der Revaler Straße, über die man freien Zugang auf die Geleise habe. Man könne nicht an allen Stellen auf Ordnung achten und Zäune ziehen.

FALSCH!!! Die Bahn hat höchstselbst zu verantworten, was sich hier entwickelt hat. Genau an der Stelle, die jetzt eine Müllhalde ist, war nämlich bis vor drei Jahren noch ein netter kleiner Schrebergarten. Mit ordentlichem Zaun, Türschild und Briefkasten. Wir haben den Gärtner nicht gekannt, der dort das kleine Stück Erde neben den Geleisen recht idyllisch pflegte und bepflanzte, doch wir haben mitbekommen, dass er von der Bahn gekündigt wurde. Angeblich war er dem Ostkreuz-Umbau im Weg…

Wir sind damals auf das Gelände gegangen und haben ein paar übrig gebliebene Pflanzen gerettet. Das kleine Grundstück wucherte dann zu und mehr und mehr sammelte sich der Müll – wie überall, wo sich niemand kümmert. Von irgend einem Platzbedarf in Sachen Umbau haben wir bis heute nichts mitbekommen.

Hätte die Bahn dem Gärtner nicht gekündigt, wäre keine Müllhalde entstanden und auch kein Kühlschrank auf dem Gleisbett gelandet.

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ClaudiaBerlin

Autor: ClaudiaBerlin

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