Einfach mal fragen: askalo.de

Wen fragt man, wenn man etwas etwas ganz Schlichtes in Erfahrung bringen will. Also nichts Technisches zum Thema Kernspaltung, nichts Historisches zum 30jährigen Kieg und auch nichts über die geografische Beschaffenheit des Kaukasus. Sondern einfach nur etwas so Naheliegendes wie: Wo ist der nächste Bio-Bäcker? Kann man in Berlin Schlittenfahren? Gibt es in der Nähe ein empfehlenswertes Erlebnisbad?

Wen also fragt man solche Sachen? Die Telefonauskunft vielleicht? Oder die Nachbarn? Vielleicht geht man in die Stadtbibliothek? Gut, das war früher. Heute schaut man natürlich ins Internet, findet dort aber gerade bei solchen simplen Fragen häufig vorwiegend veraltete Informationen oder recht werbelastige, wenig erfolgversprechende Angebote.

Abhilfe bietet in dem Fall die Plattform askalo.de, ein Kürzel, das für Ask a Local steht. Dort werden Nachbarschaft (locals) und Internet sinnvoll miteinander verbunden. Fragen können in den Raum gestellt werden, die Antworten kommen dann von den lokalen Stadtbewohnern, die es schließlich am Besten wissen müssen. Etliche Städte sind bereits vertreten, darunter natürlich auch Berlin.

Die Anmeldung ist einfach. Benötigt wird lediglich eine funktionierende Emailadresse, alle weiteren Angaben sind freigestellt oder man denkt sich etwas Schickes aus. Und schon kann man Fragen stellen. Und – nicht zu vergessen – natürlich auch Antworten geben. Solche Plattformen leben ja von der aktiven Beteiligung, daran schient es leider noch ein wenig zu hapern.

Dabei kann das sehr spaßig und nicht nur informativ sein. Paula 23 fragt zum Beispiel: Wer kennt einen guten romantischen Ort fürs erste Date in Berlin? Und erhält darauf die entzückenden Vorschläge, doch mal bei Sonnenuntergang an der Spree entlangzuspazieren oder das Autokino im Wedding zu besuchen. Ein Autokino? Im Wedding? Und so richtig 50er-Jahre-mäßig soll es sein. Das wusste ich gar nicht. Ach schade, ich habe ja gar kein Auto.

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