Urban ist überall

Es ist Sommer, und ich bin ein bisschen unterwegs, rein privat und ohne weitere Hintergedanken. Deshalb heute mal nichts über Friedrichshain, Neukölln oder Berlin, sondern von anderswo. Ganz kurz war ich nämlich in Wien, eine meiner liebsten Städte, die ich viel zu wenig kenne. Aber wirklich nur sehr kurz, die Zeit hat für fast nichts gereicht, schon gar nicht für ausgiebige Kulturbetrachtungen. Leider.  Aber für die Ausstellung Hands-On Urbanism 1850 – 2012 wäre es aber ohnehin zu spät gewesen. Die ist schon vorüber, leider, da kann auch ich jetzt nur noch das Video sehen:

Natürlich sind auch Urban Gardening und Urban Farming schon lange ein Thema in Wien. So entdeckt etwa eine bekannte Joghurtfirma die Jugend und lässt sie am Prater das Anlegen von Hochbeete erlernen. Und auch die Stadt selbst widmet sich dem Thema ganz offiziell auf der städtischen Webpage, wo es heißt:

Weltweit entwickelten sich in den letzten Jahrzehnten neue Formen der urbanen Landwirtschaft, wie zum Beispiel die Nachbarschaftsgärten („Community Gardens“). „Urban Farming“ schafft einen Rahmen für städtische Naturerfahrung, für das „Selbermachen“ und damit den Bezug zur Produktion von Lebensmitteln. Begegnung und Gemeinschaft sind die großen Benefits dieser Gartenkultur und bilden das Substrat für ein weitergehendes Engagement für das eigene Grätzel*.

Beetboxen, auch in Berlin?

Besonders spannend und vor allem auch amüsant finde ich die Idee der Beet-Box. Das ist sozusagen das Rundumsorglospaket für den Pflanzanfänger auf dem heimischen Balkon oder auch nur auf der Fensterbank. Die Boxen enthalten Saatgut von robusten Pflanzensorten, einen Pflanzkalender und die zugehörige Beschilderung, außerdem Tipps und Tricks für Anbau und Aufzucht, also alles für ein gutes Gelingen auch ohne grünen Daumen. Dabei kann man wählen, was man anbauen möchte: u. a. Tee, Salat oder Kräuter. Farming kann man das natürlich nicht nennen, nicht einmal Gardening. Selbst meine Tomaten, Kräuter und Blümchen auf meinem Berliner Balkon stehen auf soliderem Grund. Aber die Kiste ist schön aufgemacht, in gutem Urban Chique, passend zum Urban Lifestyle. Warum nicht?

* Das Grätzel ist übrigens so etwas wie hier der Kiez, aber auch die Clique, der Freundeskreis. (Das musste ich aber auch erst googeln. ;)

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Ein Kommentar

  1. Na, schönere Pflanzkübel statt dieser Säcke wären vielleicht auch mal eine gute Idee! :-)


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