Rudolfkiez – Heimat des Modersohn-Magazins

Anfang April habe ich hier im Modersohn-Magazin über den Rudolfkiez (oder auch Stralauer Kiez)  geschrieben, über die Gegend also, in der dieses Blog beheimatet ist. Heute habe ich noch einmal ein wenig zu dem Thema herumgesucht und bin hier und da auf ein paar zusätzliche Informationen gestoßen.

Hier zunächst einmal die Basis, BerlinOnline fasst zusammen:

Zwischen Kreuzberg und dem belebten Teil Friedrichshains gelegen, findet sich hier eine eigene Atmosphäre. Der Kiez ist geprägt von ruhigen, unspektakulären Wohnstraßen mit teilweise sanierten, noch bezahlbaren Jugendstil- und Gründerzeitaltbauten und viel Grün.

Das Urban Research and Design Laboratory, eine Architekturseite, ein Architekturblog der TU Berlin, titelte im letzten Jahr:

Rudolfstadt – Eine Insel inmitten der Stadt

Und weiter heißt es dort:

Von den Bewohnern des Kiezes wird ihre Nachbarschaft auch gern als ein Dorf inmitten der Großstadt bezeichnet. Gemeint wird hiermit allerdings nicht nur die Ruhe und der beschauliche Anblick der überwiegend sanierten Gründerzeitbauten. Vielmehr bezieht sich diese Beschreibung auf die sozialen Netze der Bewohner, welche bis heute stark nachbarschaftlich geprägt und eng miteinander verbunden sind. Das Zentrum des sozialen Lebens bildet das „RuDi – Nachbarschaftszentrum e.V.“ Kulturelle Aktivitäten wie etwa Vorträge, Filmvorführungen und Diskussionsrunden finden hier genauso statt wie verschiedenen Kurse sowie Rechts- und Sozialberatungen. Für Kinder und Jugendliche bilden die Kindereinrichtung „Die Nische“ und der Jugendclub „e-Lok“ einen Anlaufpunkt für die Nachmittags- und Freizeitgestaltung. Hinzu kommt der „Kulturraum Zwinglikirche e.V.“, welcher in der Zwinglikirche Ausstellungen, Lesungen und Konzerte veranstaltet.

Besonders informativ und umfangreich, besonders auch für geschichtsinteressierte Menschen,  ist der Bericht im Friedrichshain-Magazin:

Wer Friedrichshain hört, denkt an den Rudolfkiez sicher nicht zuerst. Das auch Stralauer Viertel genannte Wohngebiet ist durch Bahntrassen vom Rest des Stadtteils stark isoliert und schiebt sich auch sonst nicht in den Vordergrund. Die Bewohnerschaft ist deutlich älter als in den Kiezen um den Boxhagener Platz, hier gibt es keine Kneipenszene und kaum Subkultur. Touristen verirren sich nur selten hierher. Der Rudolfkiez ist ein ruhiges, intaktes Wohngebiet, an dem die aufgeregte Betriebsamkeit der Multimedia- und Modebranche in der Umgebung einfach abprallt.

Dass es so etwas in Berlin noch gibt, eine feine Sache eigentlich. Und ich mag es da auch, wann ich mal vorbeikomme. (Derzeit so ungefähr einmal in der Woche, zum Sport.) Schönes Wohnen, ruhig und nah am Wasser. Das könnte mir auch gefallen. (Und der Sport wäre naheliegender. ;)

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2 Kommentare

  1. Claudia Klinger

    Auch mit Kieser um die Ecke hab ich nicht allzu lange an den Geräten durchgehalten – es ödet auf die Dauer einfach an!

    Was die Beschaulichkeit im Rudolfkiez angeht, so ändert sich das spürbar. Es ist lauter und belebter geworden, mehr Verkehr, weniger freie Parkplätze – zumindest tagsüber, wenn die Oberbaum-Sity brummt. Abends ists dann noch fast so ruhig „wie früher“… Die Mieten steigen leider auch, je mehr „Media Spree“ wächst!

  2. Nun ja, ich bin da ja eiserner mit meinem Kiesern. Jetzt schon im vierten Jahr, und ich werde wohl weitermachen. ;)

    Und dass es nirgends in Berlin so bleiben wird, wie es jetzt ist, das ist leider Fakt. Das stimmt einfach, und ich sehe dem mit Schrecken entgegen.


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