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PC-Probleme?

Im PC Blog Berlin schreibt Thomas Grabinger über PC-Ärgernisse und ihre Lösungen. Kein Wunder, denn als Computer-Service erweckt er täglich gecrashte PCs wieder zum Leben.
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2. September 2010

Wohin mit den Energiesparlampen in Friedrichshain?

Die Umstellung ist voll im Gang, der 1. September war das Ende der 75-Watt-Glühlampe, nachdem die 100er schon länger vom Markt verschwunden ist. Nur noch klare Glühlampen mit 60 Watt und weniger dürfen künftig an den Handel ausgeliefert werden.

Meist ersetzen Energiesparlampen die alten Birnen. Die aber enthalten bekanntermaßen giftige Stoffe, vor allem Quecksilber. WIE PROBLEMATISCH das ist, kann man anhand der Tipps für das Verhalten bei Glasbruch ablesen, die DasErste.de mal im Artikel “Giftige Dämpfe im Wohnzimmer” zusammengestellt hat.

E-Sparlampen sind Sondermüll

Darum soll es aber hier nicht gehen, sondern um die Entsorgung. Bisher landeten Glühbirnen einfach im Hausmüll, die Energiesparlampen (= Kompaktleuchtstofflampen) müssen aber als Sondermüll entsorgt werden. Das Umweltbundesamt (UBA) schreibt dazu in seinen “Fragen & Antworten”:


“Kompaktleuchtstofflampen und stabförmige Leuchtstofflampen enthalten Quecksilber. Deshalb gehören diese Lampen, wenn sie ausgedient haben, nicht in den Hausmüll oder gar den Glascontainer, sondern sind bei einer geeigneten Sammelstelle für Altgeräte abzugeben. Nur dann kann Quecksilber getrennt erfaßt und das Lampenglas verwertet werden. Die Rückgabe ist für Sie als Privatperson kostenlos. Wo sich die für Sie nächste Sammelstelle befindet, erfahren Sie von der Abfallberatung Ihrer Kommune. Einen Teil der Sammelstellen finden Sie auch unter http://www.lichtzeichen.de. “

Nun, ich hab nachgeschaut – da gibts eine Google-Map, auf der nach Eingabe der eigenen PLZ und Straße die offiziellen Annahmestellen angezeigt werden. Im PLZ-Bereich 10245 gibt es GAR KEINE!! Ich soll vom Rudolfplatz einen ganzen Kilometer bis zum Hellweg-Markt laufen, um eine Lampe loszuwerden. Na klasse! Ansonsten gibts noch Kaufland in der Marktstraße 6 (PLZ 10317 / Lichtenberg) und in der Karl-Marx-Straße 66 (12043 / Friedrichshain). Für mich beides deutlich weiter weg.

Wer läuft denn meilenweit fürs Wegwerfen einer Glühbirne?

Tolle Sache, dieser ach so umweltfreundliche Birnen-Salat! Klar, ich will keine Umweltsau sein und bin einigermaßen entschlossen, sie NICHT in den Müll zu werfen. Aber werden das ALLE so machen? Ich liege sicher nicht falsch mit der Idee, dass doch eine ganze Menge Lampen im Müll landen werden! Auch ist nicht einzusehen, dass alle Friedrichshainer diesen Großmärkten quasi “zugetrieben” werden sollen. Warum zum Teufel entsorgt das Zeug nicht die BSR in speziellen Behältern?

Das ist mal wieder typisch: Neue Vorschriften, angeblich wohlmeinende Politiker – und die Bürger sind dann schuld, wenn mehr Quecksilber denn je in die Umwelt gelangt! Mal an die alten Leutchen gedacht, die ganz gewiss nicht mehr so weit laufen können? Ach, was reg’ ich mich auf… man sollte ihnen die E-Sparlampen in die Büros kippen!

***
Illu: ©Engel – Fotolia.com


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20. August 2010

Wandeln unter schattigen Baumkronen – vorbei!

Heute morgen wurde ich von kreischenden Kettensägen geweckt. Entsetzt schaute ich aus dem Fenster und dachte, mich trifft der Schlag: man war da bei, mit Hilfe eines Skylifts die wunderschönen großen Bäume am Rudolfplatz abzusäbeln. Riesige Äste mit Durchmessern von 20, 30 Zentimetern lagen schon am Boden – total gruslig!

Erst dachte ich, die fällen die tatsächlich – weil wieder mal angeblich krank oder zu unsicher. Zum glück stellte sich heraus, dass es sich um ein “Zurückschneiden” handelte. Allerdings ein ausgesprochen DRASTISCHES!!! Offenbar ging es darum, dass auch ja keine klebrige Blüte mehr auf die parkenden Autos fallen darf – und dafür wird gleich ein Dritten der Kronen geopfert, auch die idyllische Überwölbung und Beschattung des Fußwegs. Eine grüne Pracht, die immerhin keiner einzigen Mietpartei auch nur eine Brise Licht weggenommen hat – aber unsere Blechlawine ist uns ja heiliger als alles andere!

So sieht das jetzt aus:

Kahlschlag am Rudolfplatz

Ich finde es – mit Verlaub – zum Kotzen! Und wünsche mir ein Berlin, das so verarmt ist, dass an derlei übertriebene “Pflegearbeiten” im Traum nicht mehr zu denken ist! Wenn es denn nicht anders geht und sich diese Stadt und dieser Staat auch im 21.Jahrhundert noch nicht dazu verstehen kann, über solche ein-schneidenden Maßnahmen im konkreten Lebensumfeld die Anwohner mitbestimmen zu lassen.

18. August 2010

Little Big Berlin – ein anrührendes Berlin-Video

via Kraftfuttermischwerk

28. Juli 2010

SOMMER IM QUARTIER 2010

Der “Sommer im Quartier 2010″ dauert vom 30. Juli bis 12. September. Eine Ausstellung, verschiedene Filme, eine Benefiz-Lesereihe mit bekannten Schauspielern, die Zeitzeugen-Werkstatt und ein Family-Weekend gehören zum Programm der vom KulturRaum Zwingli-Kirche e.V. auf die Beine gestellten Veranstaltungsreihe.

In der Ankündigung des Vereins heißt es:

Ein Höhepunkt dieses Sommers ist das KulturRaum-Family-Weekend am 4. und 5. September. Im KulturRaum Zwingli-Kirche und drum herum finden fröhliche und gesellige Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene statt.

Die Auszeichnung als »ausgewählter Ort 2010« im Wettbewerb »Deutschland – Land der Ideen« für unsere innovative Stadtteil-Arbeit ist der 5. September. Wir laden Sie herzlich ein mit uns zu feiern.

Stars zu Gast: Ganz besonders aber freuen wir uns, dass sich eine Anzahl namenhafter Stars aus der Theater- und Filmwelt bereit erklärt haben, unser Engagement im Rahmen einer Benefiz-Reihe zu unterstützen:
Bruno Ganz, Jutta Wachowiak, Günter Lamprecht, Jutta Lampe, Otto Sander und Burghart Klaussner sind dabei. Wir haben sie gebeten, für uns aus einem Buch ihrer Wahl zu lesen. Michael Ballhaus wird persönlich seinen Film »In Berlin« vorstellen.

Karten vorbestellen:
Büro Kulturraum Zwingli-Kirche – Telefon 030 – 29 00 59 96.
Webseite: Kulturraum Zwingli-Kirche e.V.

9. Juli 2010

Mega Spree Demo Parade am 10.Juli

BIN - Bürgerinitiativen in BerlinEin großer Sternmarsch Richtung Rotes Rathaus soll es werden, “gegen die Betonpolitik des Berliner Senats und seiner Stadtentwicklungspolitik von oben”. Unter dem Motto “Rette deine Stadt” will man von Friedrichshain, Mitte, Treptow, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Moabit aus demonstrieren – ich zitiere mal weiter aus dem Aufruf von BIN Berlin:

  • für eine soziale, nachhaltige und öologische Stadtentwicklung,
  • gegen den Ausverkauf von Freiräumen und Kiezen und gegen steigende Mieten, die nachhaltig zur Verdrängung führen,
  • für ein buntes und kulturelles Berlin anstatt einer teuren Kommerzmetropole.
  • für Spielwiesen und Freiräume anstatt trister Betonlandschaften und Gated Communities.
  • Für bezahlbare Mieten anstatt einer öden und grauen Spießerprovinz.

Am Roten Rathaus werden sich die Züge dann vereinigen und ein großes “Protest-Fest” veranstalten: bei prognostizierten 38 Grad kann man wohl sagen, dass es richtig heiß werden wird! :-)

Und hier die Treffpunkte
(15 Uhr) für die sechs Züge: Friedrichshain: Boxhagener Platz; Kreuzberg: Oranienplatz; Treptow: Alt-Stralau/Elsenbrücke; Mitte: Tacheles, Oranienburger Straße; Prenzlauer Berg: Mauerpark; Moabit; B-Ladan, Krupp/Lehrter Straße;

Soziale Gerechtigkeit zu Grabe tragen

Die Initiative MEGASPREE beteiligt sich mit einer morbiden Kunstaktion und lädt alle interessierten Kiez-Bewohner zum Mitmachen ein:

Mit einem Leichenzug mit 14 Särgen tragen wir Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Bildung, die Natur, die Spreeufer uvm. symbolisch zu Grabe. Dahinter folgen die Unfallopfer einer verfehlten autogerechten Verkehrspolitik und hunderte fliegende Luftballons gegen den Ausbau der A100.

Wir starten den Zug an der Kreuzung Elsenbrücke/Alt-Stralau 70 (vor “Wilde Renate”) und ziehen damit zum Roten Rathaus. Bitte sei pünktlich um 15 Uhr am Start. Stadtplan-Link

Mehr dazu im MEGASPREE-Blog.

7. Juli 2010

Berlinerinnen tragen weniger hochhackige Schuhe – gut so!

“Wenn Schuhe weh tun, muss man trotzdem laufen, als täten sie nicht weh”, sagt Mary Schempe in einem TAZ-Interview über ihr Mode-Blog “Stil in Berlin”. Klar, ich war schon immer der Meinung, dass zum Tragen all dieser Highheels und Stilettos eine gehörige Portion Masochismus gehört: Hauptsache, die Optik stimmt – und dass es weh tut, gibt so ein schönes Gefühl der Selbstüberwindung für dieses große Ziel!

fotolia_13514559_xl.jpgBerlinerinnen verweigern sich allerdings dem exzessiven Herum-Stöckeln mehr als etwa Pariserinnen, die “fast alle hochhakig unterwegs sind”, wie Mary beobachtet hat. Vermutlich, weil Berliner auch in Sachen Mode eher “entspannte und auch ein bisschen zurückgelehnte Zeitgenossen” sind, da passt das angestrengte Üben, damit auch der Gang zu Aldi mit Bravour auf 10cm-Absätzen gemeistert werden kann, nicht wirklich dazu.

Und ja, ich sehe überall junge (!) Frauen in flachen Schuhen: Sportschuhe, Sandalen, Pantoletten, Sneakers, Ballerinas – alles Schuhe, die (wenn sie passen) nicht schmerzlich von dem ablenken, was man gerade erlebt. Schuhe, die auch “funktionieren”, wenn der Boden nicht ganz glatt und eben ist, und mit denen man auch mal losrennen kann, um noch in die gleich abfahrende U-Bahn zu kommen. Undamenhaft? Ein ziemlich vorgestriger Begriff!

Dass hohe Schuhe optisch lange Beine machen und mit dem passenden Outfit “geil” aussehen, stimmt. Aber muss frau denn von früh bis spät geil aussehen? Nix gegen gewisse Stunden, wobei es im übrigen auch bei hohen Schuhen “so’ne und solche” gibt. Dazu mal ein Zitat aus einem Artikel der Orthopädin Dr. Monika Berthold:

“Ein ganz wichtiges Kapitel ist für den Orthopäden der Bau des Stöckels. Die Fläche am oberen Absatzende, das am Schuh montiert ist, muss parallel zum Boden liegen, damit die Ferse gut draufstehen kann. Nur so wird das Gewicht des Körpers zum Großteil von der Ferse getragen. Ist der obere Teil des Stöckels schräg gearbeitet, dann rutscht der Fuß wie auf einer Rampe in den Vorderteil des Schuhs, die Zehen werden zusammengepresst und deformiert, das ganze Gewicht des Körpers lastet am Vorderfuß.”

Für Mary Schempe und ihr Mode-Blog sind die Schuhe der von ihr fotografierten Berlinerinnen auch nicht wirklich ein Problem: “Oft taugen einfach die Schuhe nicht, dann fotografieren wir die Leute eben nicht ganz. “ Na also, geht doch!

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Foto: Olga Ekaterincheva – Fotolia.com

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