6. März 2010

Der PHANTALISA Mädchentreff in Friedrichshain dreht bis Juni 2010 zusammen mit dem ALIA Mädchenzentrum in Kreuzberg einen Dokumentarfilm zum Thema Mädchenbiographien in Ost- und Westberlin bis 1989.
Genauer gesagt geht es natürlich um Geschichten aus Kreuzberg und Friedrichshain. Dabei sollen einerseits ganz konkrete Lebensgeschichten erzählt werden: gab es damals Telefon, Kino, Computerspiele? Wie wurde die Freizeit verbracht? Und wie der “Mauerfall” erlebt? Aber auch die Phantasie soll eine Rolle spielen, zum Beispiel bei der Frage, wie wohl das Leben in dem jeweils anderen Stadtteil verlaufen wäre.
Für das Projekt werden zurzeit noch Mitstreiterinnen gesucht:
- Mädchen und junge Frauen ab 10 Jahre, die Lust aufs Filmemachen haben. Dazu gehören viele verschiedene Aufgaben wie Recherche, Drehbuch schreiben, das Drehen selbst, die Nachbearbeitung usw.
- Interviewparnterinnen, die zwischen 1950 und 1980 geboren wurden und von ihren Erfahrungen in Ost oder West berichten wollen.
Premiere wird dann in Juli 2010 sein, der fertige Film wird an verschiedenen Orten in dem inzwischen vereinten Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg gezeigt.
Weitere Informationen zu der Filmwerkstatt und die Kontaktadresse können auf der Webpage des PHANTALISA Mädchentreffs nachgelesen werden.
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25. Februar 2010
Nachdem Susanne die Kritik am Film “Boxhagener Platz” dankenswerterweise zusammen gefasst hat, bietet das MoMag nun per Verlosung eine gute Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen:
“Ein Tag am Boxi” heißt der Gewinn und besteht aus
- zwei Freikarten für den Film und
- zwei Gutscheinen des “Eisbärliners” für eine Suppe/Kuchen/Eis/Waffel nach Wahl plus einem Freigetränk.
Die Verlosung ist eine Idee der Agentur PANORAMA3000 in Zusammenarbeit mit dem Filmverleih und den Machern des Eisbärliners: dass es endlich (nicht nur) Eis am Boxi gibt, freut uns ja außerordentlich. Denn lange Zeit war der Boxi in dieser Hinsicht eine Wüste, die zum Glück seit Juni 2009 der Vergangenheit angehört!
Mitmachen und (vielleicht) gewinnen: Wer über die Verlosung bloggt und einen Trackback setzt ODER unterhalb dieses Artikels kommentiert, ist dabei! (im letzteren Fall bitte eine korrekte Mailadresse angeben).
Einsendeschluss: 3. März (inkl.).
Kinostart ist am 4. März. Und bei YouTube gibt es einen Trailer. (Und wer den Eisbärliner nicht kennt, liest eine schöne Rezension auf der “Berliner Fresse”).
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22. Februar 2010
Die Berlinale ist gelaufen, alle Teddys und Bären vergeben. Ich habe in diesem Jahr nichts gesehen, hatte einfach keine Zeit. Vielleicht war es mir auch zu kalt draußen, ich komme mir immer noch selbst vor wie ein Bär. Und bleibe vorzugsweise in meiner Höhle.
Trotzdem hier ein paar kritische Stimmen zu dem lokalen Filmereignis “Boxhagener Platz”:
Nach „Sonnenallee“, „Good Bye Lenin“ und „NVA“ schien das Genre der DDR-Komödie eigentlich schon ausgereizt. „Aber so etwas wie `Boxhagener Platz` hat noch gefehlt“, sagt Roman- und Drehbuchautor Torsten Schulz. Welche Lücke der Film genau schließt, ließ er auf der Berlinale jedoch offen. Vielleicht ist es tatsächlich so simpel, wie der 14-jährige Hauptdarsteller Samuel Schneider erklärt: „Ich dachte bisher immer, die DDR ist nur Stasi. Jetzt weiß ich, dass es in der DDR nicht nur Stasi gab.“ Wenn Kino klüger macht als Geschichtsunterricht, fließen natürlich die Fördergelder. (Quelle: Focus)
Boxhagener Platz ist die Verfilmung eines Erfolgsromans von Torsten Schulz und wie das Buch vollgepackt mit Berliner Originalen und einer deftigen Handlung. Buch und Film gehören zu dem nicht kleinen Genre der „Liebeserklärung an …“-Werke, in diesem Fall also an das Berliner Kiez-Gefühl. Mit einer Garde von hervorragenden Schauspielern gelingt diese Heraufbeschwörung ziemlich gut. (Quelle: critic.de)
“Boxhagener Platz” entscheidet sich nie so recht, ob es jetzt eine coming-of-age-Geschichte über Holger oder ein spätes-Glück-ist-immer-möglich-Märchen für die Großelterngeneration sein möchte. Oder doch ein sanfter Revolutionsfilm? Oder gar ein betulicher Krimi mit klassischem whodunnit? Am Ende ist Boxhagener Platz nichts von alledem, leider auch keine Geschichte über Familienzusammenhalt bzw. -zerfall in Zeiten politischer Unterdrückung – zudem noch derart langsam und behäbig erzählt, dass keinerlei Schwung aufkommen mag. Ein Fernsehfilm, wahrlich nicht mehr. (Quelle: taz)
Ein stimmiger Berlin-Film, der sich vom heiteren Rentner-Krimi zum Sittenbild einer schon Ende der 1960er-Jahre verrotteten DDR wandelt. Auch hier fällt, wie in den meisten Beiträgen im Wettbewerb, der schwache Mann auf. Und er hätte zumindest einen Hauch Politik eingebracht. Denn es fällt auf, dass dieses erklärtermaßen politische Festival Politisches in höchstens homöopathischen Dosen serviert. (Quelle: Sächsische Zeitung)
Jenseits der offiziellen Kritik würde mich ja interessieren, wie das gemeine Publikum den Film gesehen hat. Ich kenne bislang nur das Buch, das mich - ehrlich gesagt - nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. War jemand da?
Nachtrag: Kinostart ist übrigens nächste Woche am 4. März. Und bei YouTube gibt es einen Trailer.
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17. Februar 2010
Das ist zwar schon ein paar Tage her, doch will ich die Bilder trotzdem zeigen. Nur alle paar Jahre friert die Bucht ja mal wirklich so zu, dass man ‘rüber nach Stralau laufen kann.

Zwar war das Eis verdammt dick, trotzdem hab’ ich mich manchmal etwas unwohl gefühlt und war froh, als ich dann drüben wieder auf richtiger Erde stand.

Ein Blick auf den Speicher und das Nixenkai-Rondell, den man nur vom Eis aus hat:

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15. Februar 2010
Achtung: Spreeblick verlost bis morgen Mittag 12 Uhr zwei Tickets für Boxhagener Platz. Man muss dort nur einen Kommentar schreiben, in dem steht, mit wem man sich den Film gerne ansehen würde. Und warum. Worauf genau sich dieses Warum bezieht, bleibt unklar. Warum man diesen Film sshen will? Oder warum man diese eine Person mitnehmen möchte? Vermutlich ist alles erlaubt.
Und ob es Primieretickets sind, ist auch nicht so ganz klar. Aber egal, der Gewinner muss auf jeden Fall nicht frieren.
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12. Februar 2010
Es ist Winter in Berlin, es ist saukalt und noch dazu sind alle Wege vereist. Sibirien hat uns fest im Griff. Und was bedeutet das in Berlin? Klar doch, es ist Festspielzeit. Folglich wurde gestern Abend feierlich und in knallroten Sesselchen die 60. Berlinale eröffnet. Damit wir alle wieder fein Schlange stehen können, draußen, vor den Lichtspielhäusern der Stadt.

Mit dabei ist diesmal auch der Film Boxhagener Platz nach dem gleichnamigen Roman von Torsten Schulz, Berliner Regisseur und Autor. Und Professor für praktische Dramaturgie in Potsdam ist er auch noch.
Am 16. (Premiere), 17. und 21. Februar wird der Film an verschiedenen Spielstätten gezeigt. Der Vorverkauf ist jedoch bereits voll ausgeschöpft oder aber - für den 17. Februar in der Urania - derzeit noch gar nicht eröffnet. Wie immer gibt es natürlich noch ein gewisses Kontingent an der Abendkasse zu ergattern. Das bedeutet dann aber, wie schon gesagt: Schlange stehen in Sibirien.
Es könnte sich allerdings lohnen, immerhin stehen Michael Gwisdek, Meret Becker und Jürgen Vogel auf der Darstellerliste. Und der Pressetext zu dem Film klingt vielversprechend:
1968. Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen – sowjetische Panzer in Prag. Auch die Welt von Oma Otti und ihrem Enkel Holger am Boxhagener Platz in Ostberlin ist in heller Aufruhr: Die lebensfrohe, passionierte Friedhofsgängerin Otti hat bereits fünf ihrer Ehemänner zu Grabe getragen. Und jetzt, da ihr sechster Mann Rudi kurz davor steht, das Zeitliche zu segnen,…
Ach so: die Berlinale Tasche sieht in diesem Jahr wieder mal ganz besonders blöd aus. Gelb auf lila mit rot. Und dann diese beschissene “be”. Also wirklich!
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