12. August 2010
Bekanntermaßen bin ich keine große Hundefreundin. Auch keine Hundehasserin, nein, eher eine Hundeschisserin. War ich schon immer. Katzen sind mir einfach näher. Von daher ist Berlin manchmal ein kleines bisschen schwierig für mich. Aber was ich gerade lese, kommt mir dann doch ziemlich komisch vor.
Hundeverbot in Friedrichshainer und Kreuzberger Parks? Im Tagesspiegel steht dazu:
„Im Tierschutzgesetz und in der Hundeverordnung steht, dass der Hundehalter für ausreichend Sozialkontakt zu Artgenossen zu sorgen hat“, sagt (Marcel) Gäding (vom Tierschutzverein Berlin). Er sei überrascht von den Hundeverboten auf dem Boxhagener Platz, dem Trave- und Lenbachplatz, auf der Weberwiese an der Karl-Marx-Allee sowie rund um den Märchenbrunnen und den Bachlauf im Volkspark Friedrichshain.
Dabei ist es doch wohl klar, dass die Hunde nicht wirklich das Problem sind, wenn es Probleme mit Hunden gibt. Und die gibt es sicher häufig in Berlin. Das Problem dürften aber dennoch in den meisten Fällen die dazugehörigen Menschen sein.
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9. August 2010
Ich bin ja nicht wirklich Friedrichshainerin, sondern lebe ein Stückchen weiter in Neukölln. Zwar wäre ich damals, als ich nach Berlin kam, um ein Haar in der Kinzigstraße gelandet. Aber dann eben doch nicht. Trotzdem ist und bleibt Friedrichshain einer meiner liebsten Kieze.
Dabei muss ich gestehen, dass ich das Gebiet „jenseits“ der Karl-Marx-Straße stets ein wenig vernachlässige. Ich weiß auch nicht, warum. Es ist sehr schön dort. Als Wohngegend ein wenig ruhiger als rund um den Boxhagener Platz zum Beispiel. Von dort ziehen die Menschen langsam aber sich weg, habe ich neulich gehört. Weil es einfach immer mehr und mehr wird, besonders nachts. Und auch am Wochenende ist da ja mit dem Wochenmarkt am Samstag und dem Flohmarkt am Sonntag immer was los.
Eine Alternative dazu gibt es seit Ende Mai jetzt jeden Freitag von 9 bis 20 Uhr in der Samariterstraße, also auf der von mir so verschmähten anderen Seite. Ein Ökomarkt mit Obst und Gemüse, Fleisch und Käse, aber auch Textilien und antiquarische Bücher. So eine Art Klein-Kollwitz vielleicht? Mal sehen.
Mehr Information dazu gibt es auf die Friedrichshainer, erste Fotos auch.
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28. Juli 2010
Der “Sommer im Quartier 2010″ dauert vom 30. Juli bis 12. September. Eine Ausstellung, verschiedene Filme, eine Benefiz-Lesereihe mit bekannten Schauspielern, die Zeitzeugen-Werkstatt und ein Family-Weekend gehören zum Programm der vom KulturRaum Zwingli-Kirche e.V. auf die Beine gestellten Veranstaltungsreihe.
In der Ankündigung des Vereins heißt es:
Ein Höhepunkt dieses Sommers ist das KulturRaum-Family-Weekend am 4. und 5. September. Im KulturRaum Zwingli-Kirche und drum herum finden fröhliche und gesellige Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene statt.
Die Auszeichnung als »ausgewählter Ort 2010« im Wettbewerb »Deutschland – Land der Ideen« für unsere innovative Stadtteil-Arbeit ist der 5. September. Wir laden Sie herzlich ein mit uns zu feiern.
Stars zu Gast: Ganz besonders aber freuen wir uns, dass sich eine Anzahl namenhafter Stars aus der Theater- und Filmwelt bereit erklärt haben, unser Engagement im Rahmen einer Benefiz-Reihe zu unterstützen:
Bruno Ganz, Jutta Wachowiak, Günter Lamprecht, Jutta Lampe, Otto Sander und Burghart Klaussner sind dabei. Wir haben sie gebeten, für uns aus einem Buch ihrer Wahl zu lesen. Michael Ballhaus wird persönlich seinen Film »In Berlin« vorstellen.
Karten vorbestellen:
Büro Kulturraum Zwingli-Kirche – Telefon 030 – 29 00 59 96.
Webseite: Kulturraum Zwingli-Kirche e.V.
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11. Juli 2010
Keine volle Woche nach der Mahnwache, die wegen verschiedener Angriffe auf (vermeintlich) Homosexuelle oder Transsexuelle initiiert wurde, kam es im Volkspark Friedrichshain erneut zu einem massiven Angriff. Diesmal handelt es sich offensichtlich um Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus, denn Ziel war ein 16-jähriger Angolaner, dem mit einer Schreckschusswaffe direkt ins Gesicht geschossen wurde. (Quelle: Tagesspiegel)
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9. Juli 2010
Ein großer Sternmarsch Richtung Rotes Rathaus soll es werden, “gegen die Betonpolitik des Berliner Senats und seiner Stadtentwicklungspolitik von oben”. Unter dem Motto “Rette deine Stadt” will man von Friedrichshain, Mitte, Treptow, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Moabit aus demonstrieren – ich zitiere mal weiter aus dem Aufruf von BIN Berlin:
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für eine soziale, nachhaltige und öologische Stadtentwicklung,
- gegen den Ausverkauf von Freiräumen und Kiezen und gegen steigende Mieten, die nachhaltig zur Verdrängung führen,
- für ein buntes und kulturelles Berlin anstatt einer teuren Kommerzmetropole.
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für Spielwiesen und Freiräume anstatt trister Betonlandschaften und Gated Communities.
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Für bezahlbare Mieten anstatt einer öden und grauen Spießerprovinz.
Am Roten Rathaus werden sich die Züge dann vereinigen und ein großes “Protest-Fest” veranstalten: bei prognostizierten 38 Grad kann man wohl sagen, dass es richtig heiß werden wird! :-)
Und hier die Treffpunkte (15 Uhr) für die sechs Züge: Friedrichshain: Boxhagener Platz; Kreuzberg: Oranienplatz; Treptow: Alt-Stralau/Elsenbrücke; Mitte: Tacheles, Oranienburger Straße; Prenzlauer Berg: Mauerpark; Moabit; B-Ladan, Krupp/Lehrter Straße;
Soziale Gerechtigkeit zu Grabe tragen
Die Initiative MEGASPREE beteiligt sich mit einer morbiden Kunstaktion und lädt alle interessierten Kiez-Bewohner zum Mitmachen ein:
Mit einem Leichenzug mit 14 Särgen tragen wir Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Bildung, die Natur, die Spreeufer uvm. symbolisch zu Grabe. Dahinter folgen die Unfallopfer einer verfehlten autogerechten Verkehrspolitik und hunderte fliegende Luftballons gegen den Ausbau der A100.
Wir starten den Zug an der Kreuzung Elsenbrücke/Alt-Stralau 70 (vor “Wilde Renate”) und ziehen damit zum Roten Rathaus. Bitte sei pünktlich um 15 Uhr am Start. Stadtplan-Link
Mehr dazu im MEGASPREE-Blog.
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2. Juli 2010
Am vergangenen Samstag kam es im Volkspark Friedrichshain zu einer Reihe von Angriffen auf Schwule, bzw. auf Personen, die offensichtlich für schwul gehalten wurde. Alle wurden geschlagen und getreten, sie erlitten dabei Verletzungen am Oberkörper und im Gesicht. Es wird vermutet, dass die Aktion in Zusammenhang mit dem an dem Tag stattfindenden Transgenialen CSD stehen könnte. Bereits in der Nacht zuvor wurde nahe Lichtenberg ein Transsexueller attackiert, es könnte sich um dieselben vier Täter handeln. (Quelle: Tagesspiegel, 27.6.10)
Als Reaktion auf die Übergriffe findet heute um 19 Uhr am Spanienkämpferdenkmal im Volkspark Friedrichshain eine Mahnwache gegen Homophobie und Hassgewalt statt. Unterstützt wird die Aktion u. a. von der SPD Kreuzberg-Friedrichshain. Wer sonst noch zu der Aktion aufgerufen hat ist mir zurzeit leider nicht bekannt. (via Direkte Aktion)
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