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Im PC Blog Berlin schreibt Thomas Grabinger über PC-Ärgernisse und ihre Lösungen. Kein Wunder, denn als Computer-Service erweckt er täglich gecrashte PCs wieder zum Leben.
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Claudia am 11. Mai 2007

Ausstellung: SCHMERZ – Donnerstags kostenlos

Gestern war ich in der SCHMERZ-Ausstellung im Hamburger Bahnhof. Ab 14 Uhr gab es freien Eintritt, wie immer Donnerstags. Ich rechnete damit, Schlange stehen zu müssen, aber nichts da! Kein Gedränge, keine Massen, nur wenige Besucher nutzten die Gelegenheit, 12 Euro (ermäßigt 6) zu sparen und durch die interessanten Hallen zu wandeln – Flick-Sammlung inklusive.

Schmerz-Logo” Die Ausstellung SCHMERZ spürt den vielfältigen Darstellungen und Äußerungen des Schmerzes nach: in einem neuzeitlichen Kreuzigungsgemälde, dem Präparat einer Gichthand, einer Videoinstallation Trauernder, flimmernden elektrischen Impulsen einer Nervenzelle, einem Schrei. Die gemeinschaftsstiftende Funktion des Schmerzes nimmt sie dabei genauso in den Blick wie die Versuche, ihn zu beobachten, zu analysieren, zu suchen oder wieder loszuwerden. Sie zeigt, dass Schmerz immer beides sein kann: subjektiv und objektiv, kreativ und destruktiv.”

Sehr berührend fand ich einen Film, in dessen Szenen jeweils ein Mensch mit Narben, amputiertem Fuß, Tattoos und ähnlichem seine Geschichte erzählt. Körper-Ansichten, die sonst schamhaft verborgen werden, werden hier gezeigt, gewürdigt und in ihrer identitätsstiftenden Funktion angenommen.

Ich gehe selten in ein Museum, war also schnell überwältigt von der Vielfalt der Exponate und Eindrücke – dabei hab’ ich die Schmerz-Ausstellung (4-teilig!) noch nicht mal ganz geschafft. Das voll-klimatisiertes Gebäude hat Räume und Durchgänge mit derart schlechter Luft, dass einem ganz schwummrig wird vor Sauerstoffmangel – und das, obwohl da niemand raucht! Besser war es dann in den Flick-Hallen, in denen vielerlei moderne Kunst versammelt ist:über dreißig Jahre alter Käse in kleinen Vitrinen, exzessive Schokolade-Ferkeleien auf mehreren Leinwänden, Aktenordner voller Klarsichthüllen mit abgeheftetem Alltagsdreck (Kippen, Haare…), eine Ansammlung von Spielautomaten, in denen Jugendliche bereitwillig “Teil des Kunstwerks” werden – manches ist witzig, vieles recht abstoßend, aber interessant, das alles mal zu sehen!

2 Reaktionen zu “Ausstellung: SCHMERZ – Donnerstags kostenlos”

  1. mouchi

    Glücklich sind die, die sich so eine Ausstellung ansehen können. Die mit Schmerz freuen sich, sich das nicht antun zu müssen.

  2. Claudia

    Jeder Mensch hat so seine Erfahrungen mit Schmerz – und manche lesen oder betrachten dann eben gerne Resonanzen Anderer zum Thema.

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Letzte Kommentare:

Karin: Finde es stark, dass jedes Jahr so rege teilgenommen wird. Der Umzug in die größeren Hallen ist doch der...

Sammelmappe: Es ist erstaunlich wie positiv die Ausstrahlung eines Ortes wirken kann. Mir ist erst am zweiten und...

Sandra: danke für’s freischalten. ich verlinke Euch gerne auf meiner “FRIENDS”-seite