Streetart in Berlin – Bunte Bilder (1)

Friedrichshain scheint ja eine Streetarthochburg zu sein, und zwar nicht erst seit Robot und Linda, deren Werdegang seinerzeit bei derBloggerin fragmente sehr individuell dokumentiert wurde. Und auch hier im Modersohn-Magazin war natürlich schon die Rede von Linda. Und Neukölln zieht in letzter Zeit aber nach, das ist kaum noch zu übersehen:

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Um wen genau es sich allerdings bei Patrick Schmitt oder Tanz Baer handelt, bleibt einstweilen wohl noch im Dunkeln. Zumal „Straßenkunst“ in weitesten Sinne auch eigenartige Ableger hervorbringt, zum Beispiel das lästige Taggen, ein relativ lächerliches Gebahren. Hündisches Eckenpissen, nannte Günter das jüngst im Hauptstadtblog. Oder aber das durch die Verwendung von Flußsäure zum Teil höchst gefährliche Scratchen. Und wer weiß schon, um was genau es sich bei der obenstehenden Kombination im einzelnen handelt.

Auch die beinah schon klassisch zu nennende Gaffitikunst ist alles andere als unumstritten. Viel wird geredet und geschrieben über die permanente Sachbeschädigung im öffentlichen Raum, insbesondere über die Kosten der Entfernung der bunten Bilder auf S-Bahnzügen und U-Bahnen. Zu Recht. Zudem gibt es immer wieder Hinweise, daß sich die Szene mehr und mehr bewaffnet. Und da hört der Spaß nun wirklich auf. Der nächtliche Besuch von Bahnhöfen, Depots und Gleisen ist doch ohnehin schon alles andere als ungefährlich für die Akteure.

Alles in allem keine guten Begleiterscheinungen, die die vielen bunten Bilder auf unseren Straßen da umgeben. Immerhin, es handelt sich nicht um Werbung, und das macht, zumindest bei mir, doch noch einen satten Pluspunkt aus. Wenn mir auch nicht immer alles gefällt, was da zu sehen ist. Meistens ist sogar das Gegenteil der Fall.

Ausgesprochen lesenswert dazu ist der Artikel von André Görke, der den Tod des Sprayers Kmer in den Mittelpunkt rückt: Im Namen der Dose.

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