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Im PC Blog Berlin schreibt Thomas Grabinger über PC-Ärgernisse und ihre Lösungen. Kein Wunder, denn als Computer-Service erweckt er täglich gecrashte PCs wieder zum Leben.
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Susanne am 15. Januar 2009

Chaos und Wahn bei der Bahn

Nachdem gestern ein “simpler” Netzwerkausfall den Bahnverkehr bundesweit mächtig in die Knie gezwungen hat, wird heute vor allem der Umgang mit solchen Krisen kritisiert. Was nicht besonders verwundert, ist der Service der Deutschen Bahn doch mehr oder weniger ein Dauerthema. Auch jenseits der Medien. Glaubt man einfach nur seinen hin und wieder bahnfahrenden Freunden und Bekannten, sind Ticketchaos, Verspätungen und sonstige Unverschämtheiten an der Tagesordnung.

Gerne wird in dem Zusammenhang auch der immer wieder verschobene Börsengang der Bahn sowie Größenwahn des amtierenden Bahnchefs thematisiert. Bereits der Berliner Hauptbahnhof gilt als ein Prestigeprojekt und gerät wohl nicht zuletzt deshalb seit seiner Fertigstellung einfach nicht aus der Schußline der Kritik. Er steht aber auch zu hilflos und einsam in der Berliner Landschaft, der gläserne Bahnriese. Und hat sogar schon tonnenschwere Teile von sich geworfen, vor lauter Verzweiflung. Traurig, dieses Schicksal. Typisch Berlin, könnte man sagen.

Aber vielleicht funktioniert ja ein neues, höchst ambitioniertes Bahnprojekt am Standort Stuttgart besser. Dort wird offensichtlich ebenfalls dringend ein neuer Hauptbahnhof benötigt. Sehr schick!

Wer braucht schon ein besser gesichtertes Computersystem, einen funktionierenden Notfallplan oder zufriedene Kunden gar?

3 Reaktionen zu “Chaos und Wahn bei der Bahn”

  1. Jens

    Man kann auch grundsätzlich alles von einer schlechten Seite betrachten. Aber man könnte auch noch weiter gehen: Warum eigentlich brauchen wir überhaupt Bahnhöfe?

  2. Susanne

    Schlechte Seite? Wieso das? Ich mag die Bahn im Grunde, sehr sogar. An sich ist das ein wunderbares Verkehrmittel. Eigentlich.

  3. berlin hbf

    Ja, er hat’s nicht leicht als Bahn-Prestigeobjekt. Aber leid tun braucht der Berliner Hbf einem nicht. Er fühlt sich da nicht einsam und verzweifelt, sondern eitel wie er ist, genießt er eher noch die restliche Zeit, die er als Solitär ungestört glänzen und strahlen kann :-) All die Rückschläge (den Träger hat er nicht geworfen, er wurde ihm entrissen) konnten seiner Eleganz und seinem Stolz nichts anhaben, denn er ist ein starker Charakter – und schon gar nicht lässt er sich von irgendwelchen Mehdornzwergen zum Bahndenkmal instrumentalisieren. Neben den vielen Feinden hat er letztendlich auch Leute, die ihn lieben und hinter ihm stehen. :-)

    Freundliche Grüße aus der langweilig-sterilen Mitte Berlins ;-)

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