Antiräumingsfestival in der Liebigstraße 14

Mitte November 2009 erging vor dem Landgericht ein möglicherweise folgenschweres Urteil in Sachen Liebig 14, einem ehemals besetzten, seit 1992 aber von den Bewohnern ordungsgemäß angemieteten Hauses. Für eine unrechtmäßig eingebaute Tür wurden sämtliche Hausbewohner von den beiden Hausbesitzern in die Verantwortung genommen, und nun wurde die Rechtmäßigkeit der Kündigung eines Einzelmietvertrags bestätigt. Eine weitere Berufungsmöglichkeit gegen das Urteil besteht daher nicht mehr, somit ist eine komplette Räumung des Gebäudes jederzeit möglich. (Quelle:taz)

Das Ganze klingt nicht nur völlig absurd, es scheint sogar tatsächlich derart lächerlich zu sein, dass selbst Politiker sich vor ein paar Tagen in einem offenen Brief für eine konstruktive Lösung eingesetzt haben.

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Die 28 verbleibenden Bewohner, darunter auch Kinder, wehren sich auf ganz eigene Art, mit einem Antiräumungsfestival, das vom 28. Januar bis zum 6. Februar dauern wird:

10 Tage wird es rund um das Haus Live-Konzerte, Infoveranstaltungen, Performances, Pyro, Ausstellungen, Workshops, Kabarett, Aktionen, Tanz, Lesung, Installationen, Feuertonnen, Kino, Puppenspiel, Kinderaction, Theater, Futter, Bar, Diskussion, Party und vieles mehr stattfinden.

Wer sich aktuell auf dem Laufenden halten will, schaut am besten in das Blog der Liebig 14. Erst gestern hieß es dort: Keine Räumung unter dieser Nummer!

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Ein Kommentar

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