Tacheles – am Tag danach

Nach dem geheimen Deal mit einer der zerstrittenen Tacheles-Fraktionen wurden heute bereits Fakten geschaffen, die mich als recht seltene, aber dennoch immer wieder begeisterte Besucherin der hinter dem Gebäude gelegenen Freifläche schaudern lässt.

Die Freifläche vor ein paar Jahren, Foto von mir, natürlich mit Berlinbesuch im Bild. ;)

Mit Bauzäunen sperren schwarz gekleidete Muskelmänner am Dienstagmorgen die Freifläche hinterm Tacheles ab, neben den Metallwerkstätten. Dahinter walzt ein Bagger über das Gelände, zermalmt Bretterbuden, schiebt das Biotop samt Krötenteich zu. Metallbildhauer Hakan Özata stellt eine kleine Holzbühne an den Zaun. Ein „Scheißtag“ sei das, sagt der 32-Jährige mit der schwarzen Wollmütze, seit elf Jahren im Tacheles. „Jetzt wird die Zukunft nicht leichter.“ Künstlerkollegen stehen schweigend neben Özata auf dem Podest – und staunende Touristen. „It’s a shame“, sagt ein Tourist aus New Jersey. Hier werde sinnlos Geld verschwendet. Er hofft, dass die Künstler gewinnen. (Quelle: taz)

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2 Kommentare

  1. Tja, Künstler-„Kollegen“. Ein Rudel Hyänen könnte dort glatt als Ethikkomission fungieren, aber sogar das würde sich vermutlich mit Grausen abwenden, sofern die armen Tierchen nicht vorher im Kochtopf landen.
    Siehe http://blog.ax11.de/archives/2009/08/5613 – damit ist zwar nicht konkret das Tacheles gemeint gewesen, aber es passt erscheckend gut.

  2. Pingback: Berliner Blogs im Wikio-Ranking Mai 2011


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