Berliner Autobrandstifter war frustriert

Das ganze Jahr schon werden die brennenden Autos nachts in Berlin in den Schlagzeilen immer wieder verkündet und verdreht, sogar im Wahlkampf wurden das Thema übel verwurstet. Jetzt wurde offenbar ein Täter gefasst, der für etliche der Brandstiftungen verantwortlich ist. Und siehe da, als Beweggrund verkündet der Mann keine politischen Absichten, statt dessen gibt er als Motiv persönlichen Frust an.

Der 27-jährige Berliner hat bei einer Vernehmung am Freitag 14  der Brandstiftungen gestanden, insgesamt 67 werden ihm zur Last gelegt. Das sind etwa 20% der  in diesem Jahr geschehenen Autobrände überhaupt.

Obwohl der 27-Jährige nur Autos der deutschen Hersteller Mercedes, BMW und Audi angezündet habe, gehöre er nach bisherigen Erkenntnissen „definitiv nicht“ der linken Szene an, sagte Ermittlungsleiter Kriminaloberkommissar James Braun am Sonntag. Seine Taten seien „nicht wirklich politisch motiviert“ gewesen, sondern eher aus persönlicher Frustration heraus begangen worden, so Braun. (Quelle: taz)

Der Mann ist derzeitigen Erkenntnisstand zufolge für die aufsehenerregende Brandserie des vergangenen Sommers verantwortlich, bei der in einer Augustnacht elf Fahrzeuge brannten. Bevorzugt hatte der 27-Jährige Autos der Marken Audi, BMW und Mercedes angezündet. Der gelernte Maler und Lackierer wohnt mit seiner Mutter in Mitte. Er war offenbar lange erwerbslos, außerdem hatte er hohe Schulden. Die besonders dichten Brandserien endeten wohl noch im August, weil der Mann laut Polizei einen Job gefunden hatte. Insgesamt soll er etwa eine Millionen Euro Schaden verursacht haben. (Quelle: Tagesspiegel)

Nachtrag: Weiterführende Fragen bei @annnalist

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2 Kommentare

  1. Ein frustrierter mittelloser mann (der auch noch bei seiner Mutter lebt), zündet ohne politische Motivation Autos wohlhabender Mitbürger an und alle glauben es sind Linksradikale.
    Klingt für mich wie ein Film. Deutschland spielt die Hauptrolle.

  2. Pingback: Arm in Berlin ist nicht mehr sexy


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