SPREEBLICK wird persönliches Häusler-Blog

Der „Leuchtturm“ unter den Berlin-Blogs verwandelt sich: Nach über zehn Jahren verschiedenster Format- und Konzeptexperimente gibt Johnny Häusler den Versuch auf, „zu einem halbwegs relevanten Meinungsmagazin mit vielen Autoren zu werden, eine Art Huffington Post ohne Millionärsgattin und ohne den ganzen Celebrity-Gossip.“

Back to the Roots also, zurück zum Blogger-typischen Bock-Prinzip und weg vom Status eines „Blog-Beamten“, der den ganzen Tag am Schreibtisch vor einem Computer sitzt. Man merkt Häusler die Erleichterung an, die der Entschluss, sich von größeren Ambitionen zu verabschieden, mit sich bringt. Zu den Gründen heißt es:

„Eine echte Finanzierung, die zur Fokussierung nötig gewesen wäre, hätte von Dritten kommen müssen, die selbige verständlicherweise nicht ohne strategische und inhaltliche Einmischung geleistet hätten. Zudem hätte der Zwang zur zukünftigen, kompletten Refinanzierung brutalste Maßnahmen bedeutet. Denn wie nahezu jede existierende kommerzielle Online-Publikation wäre dann auch Spreeblick nicht mehr an „Advertorials“ und „Full Splash Pop Down Over Under Scream Screens“ vorbei gekommen.
Mehrfach standen Tanja und ich also vor der Frage: Wollen wir das? Wollen wir an die Weisungen Dritter gebunden sein, wollen wir regelmäßige Finanz-Meetings, wollen wir unsere Zeit überhaupt mit Meetings, Personalfragen und mehrseitigen Excel-Sheets verbringen?
Und die ehrliche Antwort lautete immer wieder: Nö. „

Glückwunsch zur befreienden Wende! Ein Blog soll Spass machen – und der geht in den Wachstums- und Rendite-Zwängen einer „richtigen Finanzierung“ in aller Regel unter.

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ClaudiaBerlin

Autor: ClaudiaBerlin

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