Corona-Exit Symbolbild

Corona-Lockerung: Draußen sind zu viele Menschen

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Ja, es ist schön, dass die strengen Corona-Beschränkungen nach und nach gelockert werden. In Berlin waren sie sowieso nicht ganz so streng wie in anderen Bundesländern und auch jetzt gibt es nicht einmal ein Bußgeld für den Verstoß gegen die Pflicht zum Masken tragen in Geschäften und im ÖPNV.

Dass die Öffnung „schrittweise“ erfolgen muss, erschien mir immer als sehr sinnvoll. Dass gerade das dazu führt, dass bei schönem Wetter jetzt viel zu viele Menschen „draußen“ sind, so dass der Mindestabstand oft gar nicht eingehalten werden kann, war mir weniger klar.

Die Grünanlagen und Plätze sind so voll wie nie, sogar die Friedhöfe bieten keinen stillen Rückzugsort mehr, sondern wurden von vielen als Alternative zur vollen Liegewiese entdeckt. Erstmal wundert das nicht, denn nach wochenlangem Zuhause-Bleiben ist der Drang nach draußen natürlich groß. Aber: es ist mehr als das! Die Menschen verteilen sich ja nicht auf vielerlei Freizeitorte wie vor Corona: Die beliebte Außengastronomie, in der sich Berliner gern schon ab Februar aufhalten, ist noch immer geschlossen. Ganz ebenso die Freibäder, die normalerweise um diese Zeit schon die Massen anziehen. Unzählige Fitnesscenter haben noch nicht einmal eine Öffnungsperspektive, obwohl der Vereinssport wieder loslegen darf.

Also bleibt nichts übrig, als die Grünanlagen zu stürmen, wo sich nun so viele aufhalten, dass an einen Abstand von 5 Metern zum „auf die Wiese setzen“ schon nicht mehr zu denken ist.

Je nachdem, wo man sich aufhält, drängt sich auch der Eindruck auf, dass viele wohl meinen, die Corona-Krise sei vorbei und man könne sich wieder verhalten wie zuvor. In zwei Wochen werden wir sehen, was das für Folgen hat.

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