11. Oktober 2009

Durch Zufall bin ich gestern da hinein geraten. Eigentlich war ich auf dem Weg zu einem Treffen im Verlag. Doch die Akazienstraße ist auf einmal gesperrt und liegt voller Stroh, denn dort findet am 10.und 11. Oktober das Schöneberger Kürbisfest statt. Ein wenig anders als die anderen, mir bekannten Straßenfeste. Weniger Menschen und mehr Esoterik vor allem. Sehr angenehm.
Heute ist noch Zeit, sich persönlich davon zu überzeugen. Auch wenn das Wetter gestern natürlich ein bisschen besser war.
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24. August 2009
Normalerweise würde ich den Alexanderplatz nicht unbedingt als Highlight eines sommerlichen Berlinbesuchs bezeichnen. Was gibt es schon zu sehen auf diesem reichlich unsortierten Platz? Die Weltzeituhr, na ja. Der Fernsehturm, okay. Aber den kann man von vielen verschiedenen Orten der Stadt aus sehen, wo er sich weitaus imposanter macht. Postkartenschick sozusagen. Der Alexanderplatz an sich ist eigentlich eine Dauerbaustelle und das, soweit ich weiß, nicht erst, seit ich ihn kenne.
Derzeit ist meine Empfehlung allerdings eine andere. Bereits am 7 Mai wurde auf dem Alexanderplatz die Open-Air-Ausstellung “Friedliche Revolution 89/90“ feierlich eröffnet. Klaus Wowereit, Frank-Walter Steinmeier und Wolf Biermann waren zugegen, um an die Ereignisse von vor 20 Jahren zu erinnern. Und dafür lohnt es sich unbedingt, dem Alexanderplatz einen Besuch abzustatten.

Quelle: Wishbringer’s Berlin BLOG
Die sternförmig angeordneten Stellwände der Ausstellung bilden einen Zeitstrahl, auf die Art werden Besucher schnell in den Sog der Ereignisse hineingezogen. 700 Bilder, Dokumente, kurze, informative Texte und selbst aktivierbare Originalfilmbeiträge auf deutsch und englisch bieten darüber hinaus einen guten Überblick in die geschichtlichen Hintergründe.
Der Eintritt ist frei, es ist rund um die Uhr geöffnet, samstags werden auch Führungen angeboten. Außerdem gibt etwas, das einem begleitenden Blog recht nahe kommt, habe ich gerade gesehen. Noch bis Mitte November besteht die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen. Vielleicht sogar am 9. November, 20 Jahre danach.
… denn der Alexanderplatz ist nicht nur ein zentraler Treffpunkt für Berliner und Besucher der Stadt, sondern auch historischer Ort, an dem vor 20 Jahren die Massendemonstrationen der revoltierenden Bevölkerung in Berlin stattfanden.
(Quelle: Ausstellungshomepage)
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5. August 2009

Flanieren am Weigandufer, Weichsel- und Lohmühlenplatz oder Maybachufer, letzteres am besten zu Marktzeiten - immer dienstags und freitags von 11.00 bis 18.30 Uhr zwischen Kottbusser Damm und Schinkestraße, wo es dann allerdings schnell recht voll werden kann. Oder anlässlich einer anderen Veranstaltung, wie zum Beispiel hier beim Designmarkt am letzten Sonntag. Vielleicht auch einfach nur so, am Wochenende. Es lohnt sich auf jeden Fall, irgendwo sitzt immer jemand und spielt oder trommelt auf Instrumenten herum. Kneipen, Cafés, Eisdielen und Restaurants gibt es auch ausreichend.
Und wenn das nicht reicht, dann kann man den regelmäßig vorbeifahrenden Touristenschiffen zuwinken. Das kommt immer gut an, meistens wird man auch noch fotografiert. Ach, Neukölln kann so schön sein.
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30. April 2009
Ich hab es geschafft, ich war tatsächlich in der an dieser Stelle von mir selbst angekündigten Leibovitz-Ausstellung. Und das kam so: Es ist streßig, ja, aber eben auch ein Glücksfall, wenn man Berlin-Besuch drei Tage lang beschäftigen muß. Das heißt natürlich, nicht nur beschäftigen, sondern auch ein klein wenig berlinbegeistern, hier und da. Immer nur Shopping ist auf Dauer langweilig.
Das Postfuhramt in der Oranienstraße ist ein Prachstück. Von außen schon eine grandiose Erscheinung, besticht es innen mit rustikalem Charme. Grobe Holzböden und bröckelnder Putz, der etliche Schichten und damit ein vielfältiges Farbenspiel freilegt. Ebenso das Treppenhaus, groß, alt und gemütlich. Das Café im ersten Stock befindet sich in der Umkleidekabine der Turnhalle. In dieser hängen derzeit noch die großen Landschaftsbilder der Leibovitz.
Überhaupt paßt die Leibovitzausstellung hervorragend in die Location, nahezu perfekt. Denn auch auf den perfekt inszenierten Fotos platzt oft genug der Putz auf, an den Rändern zumeist. Oder in anderen kleinen Details, die es Wert sind, in Ruhe gesucht und gefunden zu werden. Ein bißchen Zeit sollte man sich auch für den Film nehmen, der an zwei Stellen gezeigt wird. Es handelt sich um eine Autobiographie in Bildern, ein Konzept, das ja auch die ganze Ausstellung prägt. Zu sehen noch bis zum 24. Mai 2009.
[Randbemerkung:David Rieff, Susan Sontags Sohn, der sich die letzten Bilder seiner Mutter als zu intim empfunden hatte, hat jetzt selbst ein Buch über deren Sterben geschrieben. Irgendwie ein Widerspruch, wie mir scheint.]
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27. April 2009

Am liebsten dümpel ich ganz hinten auf dem Floß, vor Regen- und Vogelschiß gut geschützt unter der gespannten Plane. Die Welt schaukelt ein wenig, vom Club der Visionäre tröpfelt ein wenig die Mucke herüber, aber nicht zuviel, immer gerade richtig, und hinter mir, zwischen Steg und Floß, paddeln die Enten.
Zu finden ist der Freischwimmer (dessen Webpage sich gerade totstellt) auf der Lohmühleninsel, der Club der Visionäre liegt schräg gegenüber am Flutufer vor Anker. Und wenn es auf beiden Seiten mal zu voll ist für einen gemütlichen Abend am Wasser, dann gibt es in Ruf- und Reichweite noch den gradiosen Garten im Heinz Minki oder die Dachterrasse im Anhalt.
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20. Juni 2008
48 Stunden Glück und Utopie will man von heute bis Sonntag (20. bis 22.6.) in Neukölln zelebrieren. Mit 370 Veranstaltungen an 170 Orten wird da gleich richtig geklotzt - Hier das ganze Programm des Kunst- und Kulturfestivals. Wem das zuviel ist, dem reichen evtl. die Highlights 2008. Und wer sich inmitten all der Kunst und Performance im öffentlichen Raum zu verirren droht, dem wird an sieben Info-Punkten geholfen. Ich wünsche allen Besuchern gutes Wetter!
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