ClaudiaBerlin am
28. April 2007

Werbung auf der Modersohn-Brücke

Werbung auf der Modersohn-Brücke Vom häßlichen Entlein zum goldenen Schwan?

Wo sich Menschen aufhalten, wird schon bald auch Werbung platziert. Während des Wahlkampfs schmücken Politiker-Konterfeis die Brückenpfeiler, zu allen Zeiten werden Wohnungsgesuche und Partys mit Klebe-Zetteln beworben.

Gestern fand ich ein besonders exotisches Beispiel: ein unbekannter Yogi namens „Singha“ wirbt mit geheimnisvoll „ungewöhnlichem Yoga“ und freut sich auf Leute, deren Krankheiten von der westlichen Medizin nicht heilbar sind. Nur zwischen dem 10. und zwanzigsten des Monats darf man ihm schreiben – postlagernd! Fast bekomme ich Lust, mich da mal zu melden, um zu sehen, wer bzw. was für ein „Angebot“ dahinter steckt.

Yoga-Werbung auf der Modersohn-Bruecke

ClaudiaBerlin am
7. März 2007

Berlins most famous dog

Der sonntägliche Flohmarkt auf dem Boxhagener Platz ist immer einen Spaziergang wert! Hier gibt es noch viele private Verkäufer: jede Menge Dinge, die die Welt eigentlich nicht mehr braucht, warten auf neue Interessenten.

An diesem Sonntag erstand ich ein Gartenbuch zum Thema Naturgarten für Euro 2,50 – und schoss dieses Foto vom weltberühmten Hund. Der hat kein Recht am eigenen Bild, sondern sogar ein Plakat, das zum fotografieren auffordert – nett! Ein Klick auf das Bild bringt die Großansicht!

ClaudiaBerlin am
13. Februar 2007

Urban Legends: die Wasserhäuser

„Luxus-Wasserhäuser sollen nun tatsächlich vom kommenden Jahr an in der Rummelsburger Bucht vor Anker gehen,“  hieß es in der TAZ  vom 8.August 2003.  Auch die Abendschau und andere  Berliner  Medien  feierten die „Floating Homes“ als innovative Wohnform und  gute  Investitionsidee.  Angeblich gab‘ es massenhaft Interessenten  – wo  sind die alle gelieben???

Aber siehe da, eine kleine Google-Suche ergibt: in Hamburg gibt es jetzt tatsächlich so ein Haus. Glückwunsch, Berlin ist da viel virtueller, da bleiben viele Dinge im Ankündigungsstadium stecken: alle schreiben, wie toll das ist, was da werden soll, und dann wird es vergessen und keiner merkt, dass es sich nie verwirklicht. Bauen als ob – verbraucht immerhin keine Ressourcen und spart gewaltig Energie!

Vielleicht gefällt aber einfach die Lage in der Rummelsburger Bucht nicht. Das mittlerweile komplett verstädterte Ufer, auf das die Hausbewohner von der Stralauer Seite aus blicken würden, ist nicht gerade schön, und die Zementfabrik mit aktivem Schlot tut ein Übriges, um Landschaftsästheten zu vergraulen.

ClaudiaBerlin am
12. Januar 2007

Guter Inder in Friedrichshain: Salt & Pepper

Salt & PepperDa das KARMA sich aus meiner Sicht so enttäuschend entwickelt hat, freue ich mich umso mehr, jetzt ein indisches Restaurant gefunden zu haben, dass richtig gut ist: Das SALT & Pepper in der Neuen Bahnhofstraße 33. Es sieht aus wie eine Cocktailbar, also ohne indischen Schnickschnack, der mir auch nicht wirklich fehlt.

Geboten wird nordindische Küche, traditionell im Lehmofen zubereitet. Das Rühmenswerte an den Speisen ist, dass es bei Salt & Pepper nicht „wie überall“ schmeckt! Zwar bietet die Speisekarte durchaus das gewohnte Inder-Programm, doch zeigt sich der Grund, warum ich das Lokal hier rühme, beim Essen: Hier werden all die interessanten Soßen und Würzmischungen SELBST zubereitet, nicht als Fertigprodukt eingekauft! Wow, das macht einen gewaltigen Unterschied! Endlich mal nicht dieser Einheitsgeschmack, der fast überall die Curry-, Sahne-, Kräuter-, und Chili-Soßen bestimmt.

Angenehm auch die interessanten Nachspeisen – wir aßen etwas ganz Exotisches mit Eis, dessen Name mir zwar nicht im Gedächtnis blieb, wohl aber, dass es köstlich schmeckte und gut für zwei reichte! Bei den meisten Indern gibt es grade mal diese honigvollgesogenen panierten Bananan und Lychees aus der Dose – wenn überhaupt Süßes auf der Karte steht.