ClaudiaBerlin am
9. August 2019

Mehr Berliner außerhalb des S-Bahn-Rings

Wenn über „Berlin“ diskutiert wird, geht es meistens um die Innenstadt. Dabei wohnen sehr viel mehr Berlinerinnen und Berliner außerhalb des S-Bahn-Rings, wie die Berliner Morgenpost berichtet:

„Das zeigt die noch unveröffentlichte Antwort der Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Sven Kohlmeier (SPD). Das Statistische Landesamt hat dafür die Bevölkerungsstatistik neu ausgewertet und die Zahlen den Gebieten inner- und außerhalb des S-Bahn-Rings zugeordnet. Das Ergebnis: Innerhalb des Rings lebten im vergangenen Jahr rund 1,12 Millionen Menschen. Außerhalb des Rings waren rund 2,63 Millionen Berliner gemeldet. Das entspricht einer Quote von etwa 70 Prozent der Gesamtbevölkerung.“

Wohnungen in der Innenstadt können sich nur noch Besserverdiener und Reiche leisten, dennoch gibt es hier deutlich weniger Bauprojekte als außerhalb. Kohlmeier fordert deshalb:

  • Wohnhochhäuser innerhalb des S-Bahn-Rings
  • Gleich guter Ausbau der Verkehrsinfrastruktur (z.B. Radwege) in den Außenbezirgen wie in der Innenstadt
  • 70% staatlicher Leistungen für die Außenbezirke, weil dort 70% der Berliner wohnen

Tja, da kann man nur sagen: Macht halt mal! Fordern ist leicht, die Mühen der Umsetzung kennen wir nur allzu gut!

ClaudiaBerlin am
8. Juni 2019

Mal meine Meinung zur Bergmannstraße

Der Bergmannkiez ist mir nahe, immer noch, obwohl ich heute in Friedrichshain wohne. 19 Jahre hab‘ ich nicht nur dort gewohnt, sondern auch lange Zeit Stadtteilpolitik gemacht und aktiv dazu beigetragen, dass es heute der beliebteste Stadtteil Berlins ist (Verkehrsberuhigung, Erhalt der Gründerzeithäuser u.v.m.), anstatt „entkernt“ und „autogerecht“ zu werden. Auch heute noch besuche ich da wöchentlich einen Freund, der direkt um die Ecke der Bergmannstraße wohnt.

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ClaudiaBerlin am
11. April 2019

Ausmisten, verschenken, verkaufen – loslassen!

Wenn ich mich so umsehe in meinem Arbeitszimmer, liegt und steht hier immer noch viel zu viel Zeugs herum. In den Regalen, auf dem Beistellschreibtisch, auf dem Aktenschrank und verborgen in diversen Schubladen befindet sich ziemlich viel Kram, den ich seit Jahr und Tag nicht mehr benutze – machmal auch noch nie genutzt habe. Es nervt, von diesen Dingen umstellt zu sein, bzw. nicht einmal mehr genau zu wissen, WAS so alles da ist. Die wenigen Dinge, die ich ständig benutze, liegen auf dem großen Schreibtisch – und es sind gar nicht mal viele! Kulis, Dampf-Utensilien, natürlich PC und Scanner, die andere Brille. Dann gibts noch die Klamotten im Kleiderschranks, die ich auch nicht mehr alle wirklich trage. Wenns danach ginge, was ich wirklich nutze, könnte ich auch in einem Minizimmer wohnen!

Einmal ausmisten reicht nicht – es sammelt sich wieder an

Eigentlich bin ich ganz erfahren im Entsorgen: Von Unmengen mittlerweile nutzloser CDs und DVDs und mehreren Metern Bücher vom Typ „bestimmt nicht nochmal lesen“ hab‘ ich mich immer mal wieder getrennt. Und als ich hier am Rudolfplatz eingezogen bin, konnte ich in der neuen Wohnung meine gesamte Habe auf nicht mal zwei Quadratmetern aufstapeln:

Besitz

Ein paar wenige Großmöbel kamen natürlich auch noch: Bett, Schreibtisch, Schrank, Regale – fertig. Das ist nun 15 Jahre her und immer wieder sammelt sich Zeugs an. Dabei gehöre ich nicht zu jenen, die als Hobby „Shoppen“ angeben. Mode ist für mich kein Thema, ich trage meine Lieblingssachen, bis sie zerfallen und sammle auch keine Schuhe, wie es anscheinend viele Frauen tun. Bücher kommen allerdings immer wieder rein, wenn auch nicht gekauft, so doch unverlangt zugeschickt und geschenkt. Viel Platz im Regal belegen uralte Aktenordner, dann die diversen Geräte, ungenutzte E-Zigaretten, Digicams, Ladegeräte, viele Kabel und allerlei nutzloses Zeug, „schöne Dinge“, zu schade zum Wegwerfen, aber nichts, woran ich wirklich hänge. Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
10. April 2019

Zum Tabu-Thema „Enteignung“

Grade schlagen die Wellen hoch, weil es in Berlin Vorbereitungen für ein Volksbegehren gibt, das auf die Enteignung großer privater Wohnungsunternehmen abzielt. Dass überhaupt jemand an so eine drastische Maßnahme denkt, erscheint nach 30 Jahren neoliberaler Denke als Tabubruch. Was für ein schlimmer Griff in die sozialistische Mottenkiste das doch sei, schließlich werde dadurch keine neue Wohnung geschaffen. Der Markt als einziger könne es richten, und und und. Die GRÜNEN hätten „die Maske fallen lassen“, weil Habeck gesagt hat, als letztes Mittel sei ENTEIGNUNG durchaus denkbar – Zeter und Mordio! Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
22. März 2019

Samstag, 23.3.: Demo gegen die EU-Urheberrechtsreform Art.11 und 13

Demo-Symbolbild

Die lange angekündigte Demo gegen die EU-Urheberrechtsreform findet am 23. März 2019 (nicht nur) in Berlin statt. Ich zitiere den Aufruf:

„Wir demonstrieren am Samstag, den 23. März ab 14 Uhr am Potsdamer Platz gegen die EU-Urheberrechtsreform und Uploadfilter. Die Demo zieht auf einer längeren Route zum Brandenburger Tor.

Bringt Transparente, viele bunte, schöne, lustige und wütende Schilder, eure Freundinnen und Freunde, eure Familien, Kolleginnen und Kollegen, Oma und Opa mit – und lasst Parteifahnen lieber zuhause.

Das Bündnis „Berlin gegen 13“ sucht noch Unterstützer/innen – meldet Euch, wenn Ihr oder Eure Organisation auch zur Demonstration aufrufen wollt.

Für die Finanzierung der Demonstration (Bühne, LKW, Lautsprecheranlagen, usw.) sammeln wir gemeinsam Geld – beteiligt Euch hier an den Kosten.

Am 23. März wird es europaweit Demonstrationen gegen Uploadfilter geben – natürlich auch in Berlin. Wir rufen Euch auf, auch auf diese Demonstrationen zu gehen, die von den unterschiedlichsten anderen Bündnissen veranstaltet werden.

Kleiner Hinweis: Wir sind ein Bündnis für Grund- und Freiheitsrechte. Rechtsradikale und Gruppen, die rassistisch, sexistisch oder anderweitig menschenverachtend eingestellt sind, sind auf der Demo unerwünscht.“

Hashtags: #BerlinGegen13 – #Artikel13Demo

Siehe zum Thema:
Katastrophale Urheberrechtsreform: Abstimmung am Dienstag im Europaparlament