Susanne am 5. Februar 2010

Berlin taut langsam auf. Es tröpfelt und mascht überall, wasserdichtes Schuhwerk ist definitv angesagt. An jeder Straßenecke staut sich das schmutzige Schmelzwasser zu wahren Seen. Trotzdem bleibt Vorsicht angesagt, es ist immer noch glatt. Also bloß nicht auf den letzten Metern noch ausrutschen, denn jetzt gibt es zusätzlich zu den garantierten blauen Flecken einen nassen Hosenboden.
Auch die Feuerwehr hat viel zu tun in diesen Tagen. Dabei werden nicht nur Schnee und mächtige Eisbrocken von den Dächern geschafft, auch vor lauter Frost bröckelder Putz wird vorsorglich von Fassaden und Balkonen geklopft. Es sind also nicht nur massive Straßenschäden unter der bislang noch weit verbreiteten Eisschicht zu vermuten. Auch die Gebäude leiden offensichtlich unter diesem Winter.
Anschließend wird das Ganze übrigens tatsächlich noch von der Feuerwehr selbst zusammengekehrt. Allerdings nur notdürftig, sodass jede Menge Dreck zu erwarten ist, wenn die weiße Pracht sich irgendwann entgültig verflüchtigt haben wird. Allzu lange kann das ja nicht mehr dauern. Silvesterreste: Glas, Scherben und Knaller. Dazu Sand, Splitt und anderes Streugut. Außerdem massenhaft extraweiche Hundescheiße, die sich ja - über etliche Wochen tiefgekühlt - sicherlich hervorragend gehalten haben wird. Da kommt Freude auf.
Gerüchten zufolge soll es außerdem bis in den Sommer hinein dauern können, bis die BSR mit der Säuberung der Straßen und Bürgersteige einigermaßen durch sein wird.
Und was das alles zusammen genommen wieder kosten wird!? Du liebe Zeit!

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Susanne am 1. Februar 2010

Optimistisch stimmender Aushang an einem Berliner Bahnhof, gleich unter dem S-Bahn-Notfahrplan, der auch heute vermutlich nicht eingehalten werden kann.
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Susanne am 30. Januar 2010
Das Treffen am runden Tisch soll am nächsten Freitag forgesetzt werden. Nachgedacht wird über den Erwerb des Hauses über eine Stiftung und auch ein möglicher Ujzug in ein Tauschobjekts wird erwogen. (Quelle: taz)
Heute um 18 Uhr gibt es außerdem eine Demo, die vom Kreuzberger Heinrichplatz bis zu dem betreffenden Gebäude in Friedrichshain, Revaler Straße/Ecke Liebigstraße führen. Sie steht unter dem Motto: “Mieterhöhung stoppen, Liebig 14 verteidigen!“ (Quelle: Tagesspiegel)
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Susanne am 28. Januar 2010
Heute beginnt das Antiräumungsfestival rund um die Liebigstraße 14, ebenso der runde Tisch zur Rettung des Projekts. Die taz bringt dazu ein Interview mit Bezirksbürgermeister Franz Schulz, der klar Position bezieht:
Besonders für das Altbauquartier in Friedrichshain hätte das eine Symbolwirkung. Die Hausprojekte sind Teil der Friedrichshainer Geschichte. Es ist eine Geschichte von vielfältigen Wohn- und Lebensformen; sie haben auf eine sehr prägende Art und Weise das Gesicht von Friedrichshain mitgestaltet. Ich finde das wichtig, dass dieses Spektrum an alternativen Wohn- und Lebensformen erhalten bleibt.
Da die Hauseigentümer aber voraussichtlich gar nicht erst an dem Treffen teilnehmen werden, ist mit einem konkreten Verhandlungsergebnis wohl eher nicht zu rechnen.
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Susanne am 27. Januar 2010
Am 28. Januar 2010, zwischen 18 und 21 Uhr eröffnet die wohl jüngste, kreativste und best versteckte Behörde Berlins - die Kreativagentur Friedrichshain-Kreuzberg in der Lobeckstraße 36-40. Das ist in der Nähe vom Moritzplatz. (Stadtplan) Versprochen sind Sekt, interessante und kreative Menschen, Lifemusik von Indie- und Powerpopband The Groovy Cellar und kulinarische Köstlichkeiten, außerdem Überraschungen, Gewinne und Preise.
Die Kreativagentur Friedrichshain-Kreuzberg gibt es seit Anfang Nobember 2009 und sie versteht sich als Anlaufstelle für junge Unternehmen der Kreativbranche, die noch nicht älter als 5 Jahre sind:
Zum Angebot der Agentur zählt die Information über Standorte und Gewerbeflächen, über Fördermöglichkeiten, Netzwerke und zusätzliche Beratungsangebote ebenso wie die individuelle, branchenbezogene Beratung, die Vermittlung an externe Fachexperten und die Unterstützung bei der Vermarktung auf verschiedene Weise.
Die Räumlichkeiten der Kreativagentur befinden sich im GSG-Gewerbehof in der Lobeckstraße 36-40 in 10969 Berlin, die Mitarbeiter sind montags bis freitags jeweils von 10.00 – 18.00 Uhr unter der Tel-Nr: 762 39 566 erreichbar.
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Claudia am 25. Januar 2010
Es ist ein Marotte dieses Blogs, Fotos “wilder Fahrzeuge” zu sammeln. Und der Trabbi gehört mittlerweile ohne Frage dazu, so selten und exotisch, wie er mittlerweile im Straßenbild wirkt.

Gesehen in der Revaler Straße.
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