ClaudiaBerlin am
27. August 2018
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Der Boden von dem wir leben – eine Interviewreise durch die Ausstellung

Die Ausstellung „Der Boden, von dem wir leben” im Berliner Projektraum der Group Global 3000 (25. 8. bis 19. 10. 2018) widmet sich dem Erdreich, dessen oberste Schicht durch Asphalt und Beton zunehmend versiegelt wird. Zudem schwemmt die industrielle Landwirtschaft den Humus ab: Der Boden verliert die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, zu halten und zu filtern. Die passende Ausstellung zu Jahrhundertsommer, Trockenheit und Ernteausfall…

17 Künstlerinnen und Künstler präsentieren Performance und kollektive Aktion, Objekt und Skulptur, Installation und Fotografie, Malerei, Zeichnung, Video und Ton. Es folgt eine Interviewreise von Bernd Sobolla durch die Ausstellung, die mir zur Veröffentlichung im Modersohn-Magazin zugegangen ist (herzlichen Dank!).

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„Wasserrinne, in der Humus abfließt“, Foto © Tom Albrecht

„Wasserrinne, in der Humus abfließt“, Foto © Tom Albrecht

Draußen vor der Galerie treffe ich Tom Albrecht, er ist Künstler und Gründer der Group Global 3000.
Tom Albrecht, haben Sie mit diesem Jahrhundertsommer gerechnet? Das Motto der Ausstellung passt ja perfekt zur aktuellen Landwirtschaftskatastrophe.
Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Die Hitzewell hat uns überfallen. Wir haben auch lange Vorbereitungsrhythmen. Da fällt es uns schwer, auf aktuelle Dinge einzugehen. Aber es stimmt, „der Boden, von dem wir leben“ passt perfekt – leider. Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
14. Juli 2018
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Idee: Abbiege-Unfälle mit Radfahrern verhindern

Wegen der vielen teilweise tödlichen Unfälle mit Radfahrern beim Abbiegen von PKWs und Lastwagen wird zwar um die Einführung von Assistenzsystemen gerungen, aber diese sind noch lange keine Pflicht. Auch kommen sie nur für LKWs in Betracht, dabei gibt es ebensolche Unfälle auch mit normalen Autos.

Eine Lösung für die Zeit, wenn in Berlin ein komplettes Fahrradwegenetz zur Verfügung steht, wäre der „inverse Fahrradverkehr“. Fahrräder fahren ausschließlich auf Fahrradwegen, allerdings auf der bisher „falschen“ Seite. Das sähe dann so aus:

Inverser Radverkehr

Der Vorteil: Fahrradfahrer fahren nicht mehr parrallel zu den auf der Straße in diesselbe Richtung fahrenden PKWs und LKWs. Es gibt kein Übersehen mehr, nicht wegen „totem Winkel“ und auch nicht wegen unterlassenem Schulterblick.

Sowohl Rad- als auch PKW-Fahrer würden die anderen Verkehrsteilnehmer VON VORNE kommen sehen – und zwar schon in einiger Entfernung. Für Fahrradfahrer würde das Rechtsabbigen dann genauso stattfinden wie jetzt das Linksabbiegen.

Man müsste die neue Regel natürlich in einer großen Kampagne bekannt machen und auch neu ausschildern. Vielleicht als „Pilotversuch“ zur Reduzierung der Unfälle mit Radfahrern im Straßenverkehr. Wer Berlin besucht, müsste davon wissen, was ja durchaus machbar wäre. Auch in London kommen ja noch Touristen, obwohl sie sich an den Linksverkehr gewöhnen müssten. Der „Invers-Verkehr“ beträfte nur Fahrradfahrende, ist aber nur sinnvoll durchführbar, wenn es überall Fahrradwege gibt und man mit dem Rad gar nicht mehr auf der Straße fährt.

ClaudiaBerlin am
5. Juli 2018
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Extremwetter in Berlin: Gebt den Bäumen Wasser!

Seit April hat es in Berlin kaum geregnet, zudem ist es ungewöhnlich heiß und sonnig. Laut Meteogroup war der April fünfeinhalb Grad zu heiß, der Mai folgte mit viereinhalb Grad über dem Mittel und auch der Juni war zweieinhalb Grad drüber. Aber was schreibe ich, es merkt ja wohl jeder, dass praktisch seit drei Monaten Sommer ist und jetzt im Juli geht es auf absehbare Zeit auch so weiter, für heute sind 33 Grad zu erwarten!

Das städtische Grün leidet, junge Bäume vertocknen, wenn sie niemand wässert. 10 Eimer Wasser pro Woche soll man gießen, lautet eine Empfehlung, doch noch haben viele nicht begriffen, dass das „schöne Wetter“ nicht nur gut zu Baden gehen ist, sondern für die Vegetation eine Katastrophe darstellt. Im Garten gießen wir täglich Unmengen, um die Pflanzen durchzubringen – und ein Wetterumschwung ist nicht in Sicht.

Also Leute: Gießt die Bäume, wenn Euch das Berliner Stadtgrün was wert ist!

Siehe dazu auch:

ClaudiaBerlin am
7. Juni 2018
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Torstraßenfestival 2018 vom 8. bis 10. Juni

Auch dieses Jahr findet das beliebte Torstraßenfestival wieder statt – kein Straßenfest, sondern ein Musikfestival, das sich aus einem spätsommerlichen Nachmittagsprogramm über die Jahre zu einem 3-tägigen Event mit etlichen Spielorten in Berlin Mitte entwickelt hat.

Torstraßenfestival

Das Festival versteht sich als Seismograph für verschiedenste Berliner Musikszenen, eine Bühne für internationale Highlights, ein Festival für Szenenvielfalt, Nachbarschaft, Entdeckung und Community.

Hier gehts zum diesjährigen Programm am Freitag, Samstag und Sonntag.

Gewitterwolken

ClaudiaBerlin am
2. Juni 2018
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Wärmerekord im Mai, endlich Regen in Berlin!

Nach einer wochenlangen Trockenphase mit Temperaturen über 30 Grad bekommt Berlin jetzt eine Verschnaufpause. Gestern gab es endlich den lange erwarteten Regen, zumindest alle Gartenbesitzer haben sich riesig gefreut und auch die Bäume und Sträucher in Straßen und Parks hatten es dringend nötig. Völlig entgegen den normalen Verhältnissen war Berlin in den letzten Tagen sogar der heißeste Ort Europas, als am Mittwochnachmittag am Insulaner in Berlin-Schöneberg 33 Grad gemessen wurden. Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
11. Mai 2018
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Erholung in der Masse?

Boxhagener Platz

Am Boxhagener Platz hab‘ ich vor 2003 gewohnt. Es war zwar schon laut durch viele Umzüge und etliche Kneipen, aber gegen heute war es die reinste Idylle! Mehr als je zuvor ist die Gegend um den Boxhagener Platz bis zur Simon-Dach-Straße ein Zielort für Touristen, auch wenn es lange kein „angesagter“ Place to be mehr ist. Die Mieten haben sich mehr als verdoppelt, ein Lokal reiht sich ans andere und sogar die früher nur von ein paar Leutchen mit Hunden frequentierte Anlage ist bei gutem Wetter total überlaufen: keine Bank mehr frei, die Wiese dicht an dicht besetzt durch erholungsbedürftige Besucher und Anwohner.

Auch der Vergitterungswahnsinn hat dem Ort nicht gut getan! Ich bin froh, nicht mehr dort zu wohnen.