Kunstpolitische Kampagne zum Begriff ARBEIT startet

Die Workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V. startet heute zusammen mit der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) eine kunstpolitische Kampagne: „/unvermittel“ will einen Arbeitsbegriff in die Öffentlichkeit tragen, der jenseits von Überarbeitung und Mangel angesiedelt ist. Dazu werden KüstlerInnen und AktivistInnen vom 25.August bis 17. September mit Aktionen im Berliner Stadtraum versuchen, BürgerInnen zum Nachdenken und Nachfragen zu bewegen. Die Aktiven hoffen, Institutionen wie das Wirtschaftsministerium und die Arbeitsagentur in Verlegenheit zu bringen – man darf gespannt sein.

In der Ankündigung heißt es weiter:

„Das Programm ist vielschichtig und offen gestaltet, so dass wohl auch
für uns als Veranstalter mit Überraschungen (positiven und negativen) zu rechenen ist. Die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Frau Dr. Heidi Knake-Werner, hat die Schirmherrschaft übernommen und wird zusammen mit uns als Veranstalter und den teilnehmenden KünsterInnen am Freitag, den 15. August um 11:30 Uhr in der NGBK (Oranienstraße 25; Berlin-Kreuzberg) die Kampagne feierlich eröffnen. Anschließend (12:30 Uhr) wird zum Auftakt der eigentlichen Kampagne eine Demonstration mit dem provokanten Untertitel „Gebt der Arbeit eine Chance!“ zum Jobcenter in Berlin-Kreuzberg führen und mit verschiedenen Redebeiträgen auf einer Kundgebung vor dem Jobcenter enden.“

Da mir die Info etwas spät zuging, verweise ich auf www.unvermittelt.net, wo man das Programm für die kommenden Wochen vorfindet und vielleicht ja auch bald Berichte, wie die Eröffnung und die Demo gelaufen ist.

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ClaudiaBerlin

Autor: ClaudiaBerlin

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Ein Kommentar

  1. Die Senatorin hat sich am letzten Freitag nicht blicken lassen. Sie hat ohne Angabe von Gründen abgesagt und nur ein Grußwort hinterlassen, dass beim Kampagnenstart verlesen wurde. Ein trauriges, aber gewohntes Bild, das die Politik da mal wieder abgibt.

    Trotz schlechten Wetters zog die Demo mit etwa 50 Teilnehmern (zu Spitzenzeiten etwa 80)zum Jobcenter. Erste Beiträge vom „Chor der Tätigen“ und der „Heilige Kirche der letzten Arbeitstage“ sowie Redebeiträge zur Kampagne sorgten etwa 1 1/2 Stunden lang für eine lautstarke Kulisse zwischen Oranienstraße und Rudi-Dutschke-Straße. Am Ende wurde sowohl das Interesse der Jobcenter-Mitarbeiter als auch des gegenüberliegenden Springer-Konzerns geweckt.


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