Das Ende von Tempelhof

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Zunächst einmal bitte ich um Nachsicht für diesen vorsichtigen Versuch in Technicolor.  Es war einfach zu verlockend, auf die Art den aktuellen Rosinenbomber ein wenig in seine eigentliche Zeit zu verfrachten.

Die Tage sind gezählt, es ist vorbei. Tempelhof hört auf, Flughafen zu sein. Und diesmal ist es endgültig.

Dabei soll offensichtlich alles recht still vor sich gehen. Ein rauschendes Fest zum Abschied ist nicht geplant, kein Sturm auf das dann nutzlos gewordene Rollfeld. Dafür eine Gala mit ein paar Hundert geladenen Gästen, die vor Ort die letzten Passagiere beim Einchecken betrachten können. Genial. Oder? Das hat doch Stil.

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Wie man sieht, ist bereits jetzt die Abflughalle ziemlich leer. Kaum noch Fluggesellschaften vor Ort, nur wenige offene Geschäfte, leere Schaukästen und eine recht übersichtliche Zahl Fluggäste.

Was im Anschluß mit dem riesigen Gelände geschehen soll, ist bislang noch ungeklärt. Wobei sicher zu berücksichtigen ist, daß die notwenige Bodensanierung ebenfalls eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. Man darf also gespannt sein, ob dort demnächst ein riesiges Wohngebiet, ein Luftfahrtmuseum oder ein gigantischer Vergnügungspark zu finden sein wird. Vielleicht kommt ja auch alles zusammen, wer weiß?

Auf jeden Fall aber kommt es zeitgleich zur Schließungsparty am Donnerstag Abend erstmal zu einer Lichterkette der Schließungsgegner, die sich vor der dann für das Publikum gesperrten Haupthalle versammeln wollen.

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5 Kommentare

  1. Hi,

    das noch ungeklärt ist, was mit Flughafengelände und Gebäude passiert, kann ja auch eine Chance und besser als unüberlegte Planungen sein.
    Die Bürger-Vorschläge sind ja ziemlich bunt:
    http://www.berlin.de/flughafen-tempelhof/
    Aktuell kann man seine Ideen zur Gebäudenutzung einbringen:
    http://www.projektaufruf-tempelhof.de/

    Tobias

  2. Claudia

    Und WIE hast du den Rosinenbomber „in Technicolor“ umgesetzt?

  3. @ Tobias
    Klar ist es besser, wenn so eine riesige städtebauliche Herausforderung nicht über’s Knie gebrochen wird. Andererseits darf man auch den Verfall insbesondere der Gebäude nicht vergessen. Da kann schon nach ein paar Monaten Nichtnutzung großer Schaden entstehen.

    @ Claudia
    Aufgenommen habe ich das Foto am 20. Oktober, ein phantastischer Sonnentag. Technicolcor hat dann aber Photoshop gezaubert. ;-)

    Im Ernst, ich weiß nicht mehr genau wie. Auf jeden Fall war „Kontrast“ bzw. „Schärfe“ mit im Spiel. Und natürlich die „Farbsättigung“, die ziemlich hochgefahren wurde. Viel Blau, viel Grün, wie man sieht. Hätte noch ein bißchen mehr Rot vertragen, denke ich. Nichts davon ist übrigens im Automatikmodus absolviert, sondern alles selbstverständlich händisch probiert und hin- und wieder zurückgefahren worden.

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