Mieten und Soziales

Vor ein paar Tagen wurde der Berliner Mietspiegel 2009 (PDF) veröffentlicht. Vorveröffentlicht, wie es im Gentrification-Blog heißt, mutmaßlich zwecks einer positiven Beeinflussung der Europawahl. Wie auch immer das nun zusammenhängen mag. (Für wie blöd wird das gemeine Stimmvieh eigentlich immer wieder gehalten?)

Bemerkenswert an dem vorliegenden Werk ist so einiges, zum Beispiel die erheblichen Mietsteigerungen in den innenstädtischen Bereichen. Was auf lange Sicht zur Folge haben wird, dass arme Berliner immer weiter an den Rand der Stadt gedrängt werden. Und nicht nur ab nach Neukölln, wo sich ja derzeit bereits eine hübsch, bunte Mischung sammelt.

Ebenfalls fatal ist die festgestellte Entwicklung der Mieten bei kleinen Wohnungen, die deutlich stärker als der errechnete Durchschnitt gesteigen sind. Alleine wohnen wird teuer, alleine auf kleinem Raum vor allem. (Ob diese Steigerung möglicherweise ungefähr bei 378 Euro genau stagniert – also bei dem Betrag, der die Höchstgrenze bei Hartz-IV-Bezug bezeichnet – entzieht sich meiner Kenntniss. Ich könnte es mir aber lebhaft vorstellen, in bestimmten Gegenden zumindest.)

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