Berliner Spätsommer

weissensee.jpg

Letzten Samstag auf dem Weissensee: Menschen rudern oder tretbooten über das Wasser. Das Strandbad ist gut besucht, ein wenig besser noch das Milchhäuschen. Von überall am Ufer steigen Schwimmer ins Wasser, vielleicht das letzte Mal in diesem Jahr. Aber sicher ist das noch nicht. Der Winter mag ewig dauern in Berlin, und der Frühling hat es immer viel zu eilig. Doch der Herbst lässt sich lange, lange Zeit. So bleibt dem Spätsommer alle Zeit der Welt.

Diesen Artikel teilen:

5 Kommentare

  1. Hoffentlich! Ich war am Wochenende am in der Fischerhütte am Schlachtensee. So schön! Da weiß man, warum man in Berlin ist…

  2. Der Weiße See ist seit Jahren einer meiner Lieblingsplätze. Vom Milchäuschen aus sieht er zu jeder Minute jeder Jahreszeit anders aus.
    Viele Stunden lassen sich dort auf angenehmste Weise verbringen. Und eigentlich sollte man diesem Kleinod wünschen, dass es nicht überflutet wird von der Gentrysuppe um die Ecke, seinen dädärastischen Charme noch eine Weile behält – von dem der Goldenen Zwanziger des vorigen Jahrhunderts ist kaum noch was zu finden.

  3. Da war ich auch mal, hab sogar darin gebadet!

  4. @ Mo
    Genau, die goldenen Zwanziger sind es, die dort noch ein ganz klein wenig atmen. So ungefähr stelle ich mir das zumindest vor.

    Aber was heißt „dädärastisch“?

  5. Von der Tramhaltestelle aus umrundet atmet es noch was, stimmt. Auch wenn u.a. die alte Fabrikantenvilla der Abrisswut zum Opfer fällt.
    Das Milchhäuschen – und damit zur Antwort – sowie die Freilichtbühne zwischen ihr und dem Strandbad – versprühen _noch_ den herben Charme der Dädärä.
    Dieser ganz eigene Charme, teils durchaus miefig, wie rechts und links der Buschallee geballt zu bestaunen, wurde vor Jahren an einem fröhlichen Milchhäuschenabend zu „dädärastisch“ eingekürzt, als Fixbegriff für hiesige Schwurbeleien.


Hinweis: Links zu kommerziellen Seiten werden gelöscht. Auch "Testseiten", sogenannte "Ratgeber" und andere reine MFA-Seiten (=gemacht für Anzeigen) fallen darunter.