Hundeverbot in Friedrichshain?

Bekanntermaßen bin ich keine große Hundefreundin. Auch keine Hundehasserin, nein, eher eine Hundeschisserin. War ich schon immer. Katzen sind mir einfach näher. Von daher ist Berlin manchmal ein kleines bisschen schwierig für mich. Aber was ich gerade lese, kommt mir dann doch ziemlich komisch vor.

Hundeverbot in Friedrichshainer und Kreuzberger Parks? Im Tagesspiegel steht dazu:

„Im Tierschutzgesetz und in der Hundeverordnung steht, dass der Hundehalter für ausreichend Sozialkontakt zu Artgenossen zu sorgen hat“, sagt (Marcel) Gäding (vom Tierschutzverein Berlin). Er sei überrascht von den Hundeverboten auf dem Boxhagener Platz, dem Trave- und Lenbachplatz, auf der Weberwiese an der Karl-Marx-Allee sowie rund um den Märchenbrunnen und den Bachlauf im Volkspark Friedrichshain.

Dabei ist es doch wohl klar, dass die Hunde nicht wirklich das Problem sind, wenn es Probleme mit Hunden gibt. Und die gibt es sicher häufig in Berlin. Das Problem dürften aber dennoch in den meisten Fällen die dazugehörigen Menschen sein.

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9 Kommentare

  1. Die Hunde in der Stadt, besonders hier im Kiez sind wesendtlich mehr sozialisierter als die auf dem Dorf. Fakt ist auch das die Großen Hunde besser erzogen sind als die Fusshupen.

    „Im Tierschutzgesetz und in der Hundeverordnung steht, dass der Hundehalter für ausreichend Sozialkontakt zu Artgenossen zu sorgen hat“

    Genau das ist der Grund warum vor Hunden von Straßenpunks am wenigsten Angst haben muss. Der Hund gehört zum Menschen und der Mensch zum Hund.

    Anstelle Hunde den Lebensraum, namlich leinenfrei und spielend in Parks zu spielen, sollte man, den unzähligen PKWs den Lebenraum einschränken. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Hunden und Autos in der Innenstadt, na dan Hunde rein Autos raus.

    Ich könnte mich nur Aufregen, Ich ziehe doch nicht nach F-hain, wenn ich keine Hundescheiße mag. Wenn ich morgens um 6 das Fensteraufreiße und es richt nach kalten Hundekot, dan weiß ich, ich bin zu Haus. Im ersten Jahr Berlin tritt man sicher so 3x in Scheißhaufen, das nimmt aber kontinuierlich ab, weil man dazu lernt.

    Wer bringt solche Verordnungen, den sollte man lynchen, oder 48h in Tierheim Hohenschönhausen einsperren, damit er zur besinnung kommt.

  2. Lieber Anton, Du solltest zur Besinnung kommen.

    Es ist typisch erstmal auf alle anderen Probleme der Gesellschaft hinzuweisen, um sein eigenes Fehlverhalten zu rechtfertigen. Ja, Autos verschmutzen die Luft. Und ja, Raucher sollten Nichtraucher nicht belästigen. Ja, Alkoholiker sollten keine Kinder haben.

    Mir tun die Tiere im Tierheim auch sehr leid, aber Hundekot ist kein allgemeines Gut. Und ob ein lieber oder bissiger Hund, der Hundehalter hat den Dreck wegzumachen.

  3. Na ja, lynchen!? Das lass ich jetzt mal unkommentiert. Aber Hundescheiße mögen? Wie geht das?

    Klar, die Hunde der Punks sind oft sehr angenehm entspannt, die bereiten mir auch keine Probleme. Leider gibt es darüber hinaus viele höchst unentspannte Köter mit äußerst schlechten Manieren in Berlin. Bei denen hilft zwar auch kein Aussperren, aber vielleicht mal ein bisschen Information und Unterricht.

  4. „Ich ziehe doch nicht nach F-hain, wenn ich keine Hundescheiße mag. Wenn ich morgens um 6 das Fensteraufreiße und es richt nach kalten Hundekot, dann weiß ich, ich bin zu Haus. “

    Dass Hundeliebe verdammt weit geht, hab ich schon mitbekommen. Aber Hundescheiße MÖGEN? Den Gestank als „heimelig“ empfinden?? Nein danke!
    Sollen die Hundehalter doch bittschön die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge in den dafür vorgesehenen Tüten entsorgen und mitnehmen. Wer in der Stadt Hunde hält, ist auch verantwortlich für deren „Emissionen“!

  5. Ich selber hab keinen Hund. Ich brauch auch keinen Scheißhaufen auf meiner Fensterbank, ich komme eben nur recht gut mit meinen tierischen Umweltbedingen zurecht. Ich finds auch nicht ok wenn Hundehalter auf Grund von Mangelerziehung ihren Hund auf die Parkwiese oder mitten auf den Gehweg ihr Geschäft machen lassen.

    Was ich Ok finde wenn Hunde ihrem Bedürfniss im Gebusch, oder an einer unfrequentierten Baumscheibe nachgehen. Das der Hundehalter den Kot nachtragen muss, finde ich auch sehr zwispältig. Man sieht doch hin und wieder die platten, vollen blauen oder schwarzen tütchen die mitten auf dem Gehweg liegen.

  6. Ich wohne selbst im Boxhagener Kiez und bin Hundebesitzerin. NAtürlich nicht begeistert von dem Verbot, aber liebe dennoch keine Hundescheiße. Das Problem ist, dass die meißten Besitzer den Kot ihrer Tiere nicht wegmachen. Manchmal ist es zwar lästig, aber da ich selbst nicht gerne in einen Haufen trete, schleppe ich immer Tütchen mit und entsorge die Hinterlassenschaften meines Hundes. Wenn sich mehr Hundebesitzer das zu Herzen genommen hätten, wäre es wahrscheinlich erst garnicht so weit gekommen. Trotz allem ist das Verbot eine Frechheit, da F’hain der Bezirk mit den wenigsten Grünflächen ist und es wichtig ist für beide Seiten, dass Hund und Mensch zusammen kommen. Ganz zu schweigen was dieses Verbot für Hundebesitzer bedeutet, die gleichzeitig Kinder haben. DAvon gibt es jede Menge hier im Kiez.

  7. Pingback: Cool Graffiti Berlin images | The Urban PhotoJournal

  8. An Jessi und sonst noch Leute mit Kind und Hund: Meldet Euch bei mir, ich suche genau Leute mit Hund und Kind – so halt wie ich es auch bin.

  9. Thanks for shinarg. What a pleasure to read!


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