Klimakatastrophe: Keller zu Zisternen – Idee zur Anpassung in den Städten

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Die Städte müssen sich dem Klimawandel anpassen, der mit Starkregen, Überschwemmungen und Dürreperioden eher Katastrophe ist als sanfter Wandel. Wasser speichern ist doppelt nötig: Um es zurück zu halten, wenn zuviel davon kommt, als auch zur Bewässerung in den Trockenzeiten.

Direkt vor meiner Haustür liegt der Rudolfplatz, umgeben von Bäumen und Sträuchern, die in den immer häufigeren Trockenperioden leiden. Daneben wurde eine Straße zur „Klimastraße“: entwidmet und mit vielen Container-Bäumen geziert. Die müssen gegossen werden, wofür immer wieder Freiwillige gesucht werden.

Klimastraße Berlin

In den Sommern 2018 bis 2020 konnten die Stadtbäume bei Weitem nicht genügend bewässert werden. Es gab ständig Aufrufe an die Bürger, sich zu beteiligen und den Baum vor der Haustür zu gießen. Aber wie sollte das denn geschehen? Mit ein paar Eimern Wasser die Treppen runter und wieder rauf? Äußerst mühsam und am Ende nur ein Tropfen auf den heißen Stein!

Die Idee: einige Kellerräume, die zur Straße hin liegen, zu Zisternen umwidmen! Dort also große Tanks aufstellen, die von den Fallrohren gespeist werden, die das Wasser der Dächer und Balkone ableiten und bisher nutzlos in die Kanalisation ablaufen lassen. Natürlich mit einem Überlauf in die Gullys, wenn die Tanks voll sind.

Zum Abzapfen des Wasser müsste ein Zugang von außen geschaffen werden, über den man mittels Pumpe und Schlauch das Wasser entnehmen kann. Pro Haus mit einer solchen Installation könnte es Freiwillige geben, die sich um die Anlage kümmern bzw. das Bewässern der nächstliegenden Bäume übernehmen. ODER das wird professionell über die zuständigen bezirklichen Straßen- und Grünflächenämter organisiert.

Bei Neubauten sollten solche Zisternen zur Regenwassersammlung zwingend dazu gehören. Für die Häuser im Bestand sollte es ein Förderprogramm und eine Kommunikationskampagne geben.

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