ClaudiaBerlin am
24. Juli 2008

Wasser, Mehl und alles, was weich und glitschig ist

Bekanntmachung der WAF – Wasserarmee Friedrichshain:

„Am Sonntag, 27.7.08 findet auf der Oberbaumbrücke die legendäre und traditionelle Wasserschlacht zwischen Friedrichshain und Kreuzberg statt. Bei dieser Veranstaltung wird nicht nur Wasser und Mehl, sondern auch alles was weich und glitschig ist, dem Gegner entgegen geschleudert. Dieses hat zur Folge dass Kreuzberg immer mehr zurückgedrängt wurde und somit die Veranstaltung sich auf Kreuzberger Seite verlagerte, so dass wir hier eine Warnung aussprechen möchten:

Achtung! In dem Gebiet um die Oberbaumbrücke herum wird es dreckig. Alles was nicht dreckig werden soll, bitten wir nicht am So, 27.07.08 in der Zeit von 11.30 bis 15.00 abzustellen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Invasoren“

Den Initiatoren ist es gelungen, die Firma ALBA als Sponsor der Veranstaltung zu gewinnen, so dass die traditionelle Schlacht wieder stattfinden kann, die wegen hoher Forderungen der BSR für die Brückenreinigung in den letzten zwei Jahren ausgefallen war.

Hier auch der lesenswerte Aufruf des „freien Kreuzberger Heimatschutzes“.

ClaudiaBerlin am
20. Juli 2008

Mediaspree-Investoren wollen nicht verhandeln

Wie der Tagesspiegel berichtet, denken die Mediaspree-Investoren nicht daran, über ihre Pläne zu verhandeln, im Gegenteil:

„Stefan Sihler ist entschlossen, die Mediaspree in Friedrichshain-Kreuzberg zu verwirklichen. Als Sprecher vertritt der Chef der Modefirma Labels Berlin zwölf Investoren, die sich jetzt zu einer Interessengemeinschaft zusammengefunden haben – um mit einer Stimme zu sprechen und für ihre Baupläne am Spreeufer zu streiten. Ein Anwaltsbüro ist beauftragt, die rechtlichen Aspekte zu prüfen. Am bezirklichen Sonderausschuss werde man nicht teilnehmen, sich auf keine Verhandlungen einlassen.“

Ich hab mal nachgesehen, was Labels Berlin so macht und fand auch gleich eine Präsentation über ihr Neubauvorhaben am Spreeufer „Labels Berlin 2“: ein Gebäude von verstörender Hässlichkeit, wie ich finde, aber das ist natürlich Geschmacksache. Jedenfalls soll es im Frühjahr 2009 bereits eröffnet werden, da hat man natürlich keine Lust und keine Zeit, noch groß mit den Bürgern bzw. dem Bezirksamt zu verhandeln.

Ob die künftig dort residierenden Mode-Designer dann aber glücklich werden in einem Umfeld, dessen Bevölkerung und Volksvertreter man auf diese Art „abgebügelt“ hat, wage ich zu bezweifeln.

ClaudiaBerlin am
18. Juli 2008

Warum dauert eine Bebauungsplanänderung ein Jahr?

Am letzten Montag war ich im Nachbarschaftszentrum Rudi auf einer Bürgerversammlung zur künftigen Bebauung des Blocks zwischen der Rother-, Ehrenberg-, Lehmbruckstraße und der Stralauer Allee. Das ist ein derzeit fast leeres Areal, dass die Oberbaumcity vom Rudolfkiez trennt.

Hier der Plan der künftigen Bebauung:

Plan

Es war voll im Rudi, viele Anwohner waren sehr interessiert an dem, was da kommt – und das ist angesichts bisheriger Pläne für diesen Block wirklich nett: Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
14. Juli 2008

Mediaspree versenkt – und jetzt?

Jetzt bin ich echt gespannt, wie das weiter geht: 87% der 19,8% Wähler, die sich an der Abstimmung beteiligten, haben für „Mediaspree versenken“ gestimmt. Zwar keine Überraschung, aber als nun im Raum stehender politischer Fakt doch von einiger Wirkung – deshalb Glückwunsch zum Erfolg und zum langen Atem, der ihn möglich machte. Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
11. Juli 2008

Mediaspree versenken?

Am Sonntag, den 13.Juli, ist es also soweit. Die Vorschläge der Initiative „Mediaspree versenken“ und die (weniger radikale) Variante des Bezirksamts stehen zur Wahl im Bürgerentscheid. Friedrichshainer und Kreuzberger sind aufgerufen, zwischen den Vorschlägen zu wählen. Man darf aber erstmal zu beiden „ja“ sagen und kann danach noch eine Priorität angeben – aus meiner Sicht eine etwas absurde und überflüssige Verkomplizierung. Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
9. Juli 2008

Wildnis entdeckt

Zwischen Karlshorst und Biesendorf gelangt man über die Wiesengrundstraße zu einer ungenutzten Wildnis, die neulich bei einem Spaziergang unsere Neugier erregte. Der Eingang (bzw. einer vermutlich vieler möglicher Zugänge) sieht ein wenig aus wie zu DDR-Zeiten:

Mauer und Stacheldraht

Drinnen erstreckt sich ein weites wildes Gelände, zugewachsen mit Spontangrün: Weiterlesen →