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PC-Probleme?

Im PC Blog Berlin schreibt Thomas Grabinger über PC-Ärgernisse und ihre Lösungen. Kein Wunder, denn als Computer-Service erweckt er täglich gecrashte PCs wieder zum Leben.
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29. November 2009

Die Altarsteine auf der Rixdorfer Höhe

In der Hasenheide (Neukölln) gibt es einen 69 Meter hohen bewaldeten Trümmerberg namens Rixdorfer Höhe. Auf dem “Gipfel” ist ein runder Platz, auf dem vier große Altarsteine in die vier Himmelsrichtungen zeigen. In keiner Beschreibung der Geschichte dieses Hügels werden diese Steine erwähnt, bzw. erklärt, was es damit auf sich hat und wer sie erbaute.

Dafür bekommt man regelmäßig zu wissen, dass dort einmal eine Gedenkstatue für die Trümmerfrauen stand, die heute einen anderen Standort hat. Wer aber errichtete warum die Altarsteine? Wer weiß darüber etwas?

Hier ein Blick von oben (danke Google!):


Größere Kartenansicht

24. Februar 2009

Natur als Kunst: Tuffstein in der Oberbaum-City

Vor zehn Jahren war es nur ein seltsamer, überdimensionierter dunkler Klotz, der da auf einmal im öffentlich zugänglichen Hof der ehemaligen NARVA-Fabrik (heute: Oberbaum-City) stand.

klotz.jpg

Ging man ein paar Schritte weiter, fand sich im nächsten Hof ein ähnliches Objekt: moderne Kunst am bzw. im Bau - ich hakte es als eine der vielen Zumutungen der Postmoderne innerlich ab, wunderte mich aber schon über den Aufwand, der da getrieben worden war, um diese riesigen Blöcke in die Höfe zu bekommen.

Über die Jahre warf  ich immer mal wieder einen Blick auf die “Hof-Kunst” - und jedes Mal gefiel mir besser, was ich sah. Wasser rinnt an den Steinen herunter, es wächst Moos in den Ritzen und im Winter gefriert das Wasser zu “stehenden Eisfällen”. Ein Stück Natur, das sich durch die Einwirkungen der Elemente immer mehr verändert - schon irgendwie genial!

klotz2.jpg

Auf den Seiten der Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt Schnell finden sich weitere Informationen über das eindrückliche Werk: “Grundgedanke war es kraftvolle Stücke Natur in urbane Umgebung einzupflanzen. Dies gelang mit mächtigen über 42 cbm großen, aus dem Berg geschnittenen Kalksinther -Tuffsteinen. Zur Bewältigung diese Vorhabens mussten die vier monolitischen Blöcke in jeweils vier Elemente mit ca 25 Tonnen Gewicht geteilt werden und konnten so von Slovenien mit 16 Einzeltransporten nach Berlin geliefert und dort unter logistischer Höchstleistung in den vier Innenhöfen wieder cm-genau zusammengesetzt werden.”

Sehenswert sind auch die Bilder vom Ausschneiden der Steine und vom Transport an den Zielort (ebenfalls auf den Steinmetz-Seiten). Geplant hat das Ganze Prof. Gustav Lange aus Hamburg, Bauherrin war die Bayrische Hypo-Bank - damals war noch nichts mit Krise!

1. November 2008

Over and out

tempelhof_1.jpg

Der Flughafen Tempelhof ist ab sofort Geschichte. Obwohl… das war er ja eigentlich schon längst.

28. Oktober 2008

Das Ende von Tempelhof

tempelhof_2.jpg

Zunächst einmal bitte ich um Nachsicht für diesen vorsichtigen Versuch in Technicolor.  Es war einfach zu verlockend, auf die Art den aktuellen Rosinenbomber ein wenig in seine eigentliche Zeit zu verfrachten.

Die Tage sind gezählt, es ist vorbei. Tempelhof hört auf, Flughafen zu sein. Und diesmal ist es endgültig.

Dabei soll offensichtlich alles recht still vor sich gehen. Ein rauschendes Fest zum Abschied ist nicht geplant, kein Sturm auf das dann nutzlos gewordene Rollfeld. Dafür eine Gala mit ein paar Hundert geladenen Gästen, die vor Ort die letzten Passagiere beim Einchecken betrachten können. Genial. Oder? Das hat doch Stil.

tempelhof_3.jpg

Wie man sieht, ist bereits jetzt die Abflughalle ziemlich leer. Kaum noch Fluggesellschaften vor Ort, nur wenige offene Geschäfte, leere Schaukästen und eine recht übersichtliche Zahl Fluggäste.

Was im Anschluß mit dem riesigen Gelände geschehen soll, ist bislang noch ungeklärt. Wobei sicher zu berücksichtigen ist, daß die notwenige Bodensanierung ebenfalls eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. Man darf also gespannt sein, ob dort demnächst ein riesiges Wohngebiet, ein Luftfahrtmuseum oder ein gigantischer Vergnügungspark zu finden sein wird. Vielleicht kommt ja auch alles zusammen, wer weiß?

Auf jeden Fall aber kommt es zeitgleich zur Schließungsparty am Donnerstag Abend erstmal zu einer Lichterkette der Schließungsgegner, die sich vor der dann für das Publikum gesperrten Haupthalle versammeln wollen.

22. September 2008

“Stadt im Ohr” sucht Zeitzeugen

OberbaumbrückeKann man eine Brücke vertonen?? “Stadt im Ohr” will es jedenfalls versuchen:

stadt im ohr wird im Herbst gemeinsam mit Kindern der Pettenkofer Grundschule die Geschichte der Oberbaumbrücke erkunden. Dabei wird ein Hörspiel entstehen, das zum Jahresende direkt auf der Brücke aufgeführt werden soll. stadt im ohr ist auf der Suche nach Zeitzeugen, die aus Ihrem Erleben den Kindern von der Zerstörung der Brücke, von der Zeit der Teilung oder vom Wiederaufbau berichten können. Wir sind auch interessiert an Fotos, sowie Film- oder Tondokumenten zur Oberbaumbrücke.”

Wer sich melden will, findet auf der Website der Initiative Ansprechparter.

10. September 2008

Kellergang

Machen wir uns nichts vor, sehen wir genau hin. Nicht nur wegen der fast 30-jährigen Teilung ist Berlin ist eine kaputte Stadt. Inzwischen ist die Mauer weg, schon lange – ganz so, wie es sein muß. Und jedes einzelne Bröckchen davon ist weltweit vielfach verhökert worden. Ohne jeden Zweifel, der Fall der Mauer ist eine historische Erfolgsgeschichte. Geblieben sind Spuren, auf den Straßen, in den Menschen. Es bleiben immer Spuren.

im Keller

Neulich erschreckte mich meine Hausverwaltung mit einem Schreiben, das alle Mieter dazu aufforderte, sich unverzüglich in den Keller zu begeben und die Tür des aktuell genutzten Kellerraumes gut lesbar mit dem eigenen Namen zu versehen. Alle nicht auf diese Art gekennzeichneten Keller würden anschließend aufgebrochen und entrümpelt. Selbstverständlich auf Kosten der derzeitigen Mieter.

Über Tonfall und Vorgehen von Berliner Hausverwaltungen mag man streiten. Ich ziehe es vor, solche Aufforderungen relativ ernst zu nehmen. Auch wenn sich eine rechtliche Grundlage nicht unbedingt erkennen läßt. So begab mich schleunigst in den Keller, den ich bislang nur flüchtig betreten hatte. Dabei handelt es sich um zwar einigermaßen trockene, aber auch ziemlich muffige Räumlichkeiten. Recht weitläufig, aber nicht besonders hell. Deshalb hatte ich bislang die Schrift auf den Wänden wohl auch noch nie gesehen.

Der erwähnte Mauerdurchbruch zwischen den beiden Gebäuden?

Das Haus, in dem ich wohne, wurde laut Mietvertrag 1940 gebaut. In diesem Krieg also, kurz vor der großen Zerstörung. Und es steht noch, ist heute solide renoviert. Neuköllntypisch, das Treppenhaus ist alt und häßlich, die Fassade hingegen frisch gestrichen. Äußerlich sind also kaum noch Spuren zu sehen. Innen aber, unten, da ist alles noch präsent.

Dieser Keller war im Krieg also ein Schutzraum für 45 Personen. Ganz bestimmt haben aber mehr darin gehockt, 60 oder 100 vielleicht. Eng aneinandergedrängt, schweigend, dem Lärm, der Hitze und der Angst ausgesetzt. Jeder für sich, während der großen Bombenangriffe. Als ich Kind war habe ich Menschen davon erzählen hören. Meine Oma zum Beispiel. Da war das Erlebte noch ganz frisch, keine zwanzig Jahre her. Und im Ruhrgebiet war es sicher nicht so viel anders zu der Zeit. Nicht in der Kruppstadt.

als Schutzraum geeignet...

Im Grunde ist das alles ja völlig normal. Ich zumindest bin an die Spuren der Vernichtung gewöhnt. Die Brüche und Lücken, die in den Straßen von Berlin immer noch Alltag sind. Die freigelegten Brandschutzmauern und die aufgerissenen Wohnblöcke. Die zerbombten Fassaden, die sich “im Osten” vereinzelt noch finden lassen.

Daß es Städte gibt, die keinen Krieg erlebt haben, erstaunt mich mitunter. Zürich, zum Beispiel. Die sprichwörtliche Schweizer Reinlichkeit ist dabei nicht das Thema. Im Vergleich zu Berlin ist Zürich ein Städtchen, und das bißchen Dreck ist sicher leicht zu bewältigen. Aber die unübersehbare Unversehrtheit der Straßen und Gassen. Die Architektur, die zum Teil seit Jahrhunderten beieinander steht. Das sieht man, das spürt man. Mit jedem Schritt, jedem Blick.

Eine Kultur, die ungebrochen daherkommt. Das ist seltsam, irgendwie.

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Zuerst erschienen im Hauptstadtblog, 7.9.08

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