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PC-Probleme?

Im PC Blog Berlin schreibt Thomas Grabinger über PC-Ärgernisse und ihre Lösungen. Kein Wunder, denn als Computer-Service erweckt er täglich gecrashte PCs wieder zum Leben.
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23. Juni 2010

Rucola ernten am Modersohn-Strand

Es war einmal eine Strandbar neben der Modersohn-Brücke. Die ist jetzt weg, geblieben ist der “Strand”, denn der Sand ist noch immer da.

Modersohn-Strand

Die Wüste lebt!

Neben dem Hopfen, dessen attraktive Schlingen in den leeren Raum ausgreifen, ist es vor allem wilder Rucola, der sich über die leere Fläche ausbreitet. Die beliebte Salatpflanze mit ihrem würzigen, in der Anbau-Version oft schon allzu domestiziertem Geschmack könnte man hier Kilo-weise ernten.

rucola.jpg

Es empfiehlt sich, vor dem Verzehr den Rucula gut zu waschen!

7. Juni 2010

Berliner Schloss weggespart – gut so!

Wie man überhaupt ernsthaft planen konnte, das Berliner Schloss mit Unsummen als eine Art Potemkinsche Schlossfassade wieder zu errichten, hab’ ich noch nie verstanden. Fehlt es denn irgendjemandem wirklich? Wäre nicht ein freier Platz in der Mitte eine wunderbare Chance, etwas ganz Neues zu entwickeln? Etwas, das es so noch nirgendwo gibt?

Sogar eine große Wiese finde ich angemessener als dieses Kleben an vergangener barocker Ästhetik. Gibts davon nicht schon genug in Berlin? Fragen über Fragen, die von den restaurierungswütigen Kräften dieser Stadt nie ernsthaft diskutiert wurden. Mir kommt die Schloss-Sehnsucht so seltsam vor wie der Hang zu Hedwig Courts Mahler-Romanen oder der Wunsch, statt einem Bundespräsidenten doch lieber wieder einen Kaiser haben zu wollen.

Nun ist das Schloss also erstmal eingespart, zumindest bis 2014. Es wäre auch extrem ignorant, “Schlösser aufzuführen” wie der verrückte Bayern-König Ludwig II, während man den Hartz4-Beziehern das Elterngeld und den eh schon minimalen Rentenbeitrag streicht.

In einer Forsa-Umfrage hatten sich übrigens 80 Prozent der befragten Berliner dafür ausgesprochen, auf das Schloss angesichts knapper Kassen GANZ zu verzichten. Aber wir sind ja dran gewöhnt, dass es die Bau-Willigen nicht groß interessiert, was das Volk zu den jeweiligen Vorhaben so meint!

9. Mai 2010

Besuch auf dem Tempelhofer Feld

Berlin ist bekannt für seine vielen Parks und Grünflächen überall, an erster Stelle vielleicht der Tiergarten. Das gilt aber wohl nur von außen, wer zum Beispiel in Friedrichshain wohnt bevorzugt sicherlich den Volkspark Friedrichshain, die Kreuzberger tummeln sich im Viktoriapark oder im Görlitzer und die Neuköllner drehen ihre Runde in der Hasenheide. Dazu kommen noch die vielen kleinen namenlosen Grünflächen unmittelbar vor der Haustür oder höchstens zwei oder drei Straßen weiter.

tempelhofer_feld.jpg

Anders verhält es sich sicher bei dem jetzt neu entstehenden Park auf dem Tempelhofer Feld, dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Die Zeit der Flieger ist vorbei, und die nunmehr freie und auch geöffnete Fläche wird ohne Zweifel nicht nur Touristen, sondern auch viele Berliner aus anderen Stadtteilen anziehen und das nicht erst zur Internationalen Gartenbauausstellung 2017.

Ich war gerade da. Und ich bin begeistert. Von der riesigen freien Fläche, auf der sich die vielen anwesenden Menschen beinah verlieren. Von den weitläufigen Radel- und Skaterstrecken. Von den aufsteigenden Drachen und den kräftig piependen Vögeln in den Vogelschutzbereichen. Von der gesamten Entspanntheit. Das lohnt sich, wirklich. Daraus könnte etwas werden.

Gut, da ist die Zaunfrage, der Sicherheitsdienst und das abendliche Abschließen. Meiner Meinung nach müsste der Zaun nicht überall stehen bleiben, hier und da ist er aber vermutlich ganz nützlich. Ich denke, dass sich das auch genau so entwickeln wird in den nächsten Jahren. Wachschutz ist ziemlicher Blödsinn, ebenso wie der nächtliche Verschluss. Auf Dauer wird auch das nicht aufrecht erhalten werden. Zunächst einmal gilt aber die Benutzungsordnung, die Radfahren erlaubt, ebenso angeleinte Hunde und Grillen. Verboten dagegen ist Zelten und Sprayen, sowie die gesamte Nacht. Schließlich gibt es nirgendwo eine Beleuchtung. Was ich mir allerdings ganz schön vorstellen könnte, Berlin im Dunkeln, vom Tempelhofer Feld aus.

Gestern gab es darüber hinaus einige Probleme bei der Umsetzung, wobei es sich hoffentlich nur Anfangsschwierigkeiten und Eröffnungstumulte gehandelt haben sollte. Sicher ist das jedoch nicht, denn schließlich ist da noch das Bebauungskonzept, das eine schicke Randbebauung der Parklandschaft vorsieht. Wenn ich das so lese: Columbia-Quartier =  innovatives Wohnen, Stadtquartier Neukölln = städtisches Wohnen am Park, Stadtquartier Tempelhof = Adresse für Zukunftstechnologie usw. Das riecht zweifellos nach Gentrifizierung, und als ich heute durch den Schillerkiez geradelt bin, stand mir auch genau das vor Augen. Auf der Neuköllner Seite befindet sich eine ruhige Gegend, die bislang wenig hermacht, aber dennoch Charme hat. Das scheint mir tatsächlich ein gefundenes Fressen.

Der Regierende hat in seiner Rede gestern dem dann schon mal vorgearbeitet:

Wowereit schränkte die willkommene Besuchergruppe nach den Rufen der Demonstranten sogleich ein: „Das ist nicht ein Park für die krakeelenden, sondern für die friedlichen Bürgerinnen und Bürger.“ (Quelle: taz)

Abwarten! Und was immer auch geschehen wird, solche Zwischenzustände haben ja stets etwas ganz eigenes. Das gilt es einstweilen zu genießen.

11. März 2010

Restmodern fotografiert Berliner Nachkriegsarchitektur

Berlin ist eine geschundene Stadt, auch und vor allem wenn man die Architektur betrachtet. Na gut, der neue Potsdamer Platz strahlt unangemessen vor sich hin und das einzigartige Ensemble auf der Museumsinsel ist Weltkulturerbe. Insgesamt betrachtet jedoch, abseits der zentralen Plätze und historischen Bauten, ist Berlin nach wie vor eine zerschossene und wieder zusammen geflickte Stadt. Die vielen Baulücken und freiliegenden Brandmauern zeugen davon. Ebenso die Uneinheitlichkeit, der nahezu überall vertretene Stilmix.

Ein in all dem offensichtlich verkanntes Element ist die Nachkriegsmoderne, 1945 – 1989. Dieser Baustil genießt keinen besonders guten Ruf, vieles wurde bereitwillig wieder abgerissen. In gewisser Weise kann ich das verstehen, ich bin auch nicht gerade ein Fan dieser Tristesse. Schließlich durfte ich in so etwas aufwachsen. Diese Betrachtung ist jedoch ein Fehler, findet zumindest restmodern.de. Ein Projekt, das sich darum bemüht, die verbliebenen Reste der aus dieser Zeit stammenden Bauten und Plätze zumindest auf Fotos festzuhalten:

Viele Bauten der Nachkriegsmoderne sind bereits abgerissen oder wurden bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. Die verspielten Formen der fünfziger Jahre, die Grobschlächtigkeit der Sechziger, die menschelnde Architektur der Siebziger und die postmodernen Fassadencollagen der achtziger Jahre – das alles ist nur noch in Resten im Original erhalten. Unser Blick richtet sich auf diese Reste. Bevor es endgültig zu spät ist.

Schwerpunkt bilden allerdings nicht irgendwelche Highlights der Epoche, sondern vielmehr Gebäude in den Randzonen der öffentlichen Aufmerksamkeit:

Die von uns entdeckten Gebäude sind meistens keine Stars und wurden deswegen auch nicht so fotografiert, als seien es welche. Wichtiger waren Ausschnitte und Details, an denen auch die Spuren des täglichen Gebrauchs zu erkennen sind.

Zum Beispiel: der Metallzaun, Storkower Straße in Friedrichshain oder ein Autohändler, Böhmische Straße in Neukölln. Sehr schön ist auch die Rubrik Straßenmöbel. Sehenswert, in all seiner Häßlichkeit.

29. November 2009

Die Altarsteine auf der Rixdorfer Höhe

In der Hasenheide (Neukölln) gibt es einen 69 Meter hohen bewaldeten Trümmerberg namens Rixdorfer Höhe. Auf dem “Gipfel” ist ein runder Platz, auf dem vier große Altarsteine in die vier Himmelsrichtungen zeigen. In keiner Beschreibung der Geschichte dieses Hügels werden diese Steine erwähnt, bzw. erklärt, was es damit auf sich hat und wer sie erbaute.

Dafür bekommt man regelmäßig zu wissen, dass dort einmal eine Gedenkstatue für die Trümmerfrauen stand, die heute einen anderen Standort hat. Wer aber errichtete warum die Altarsteine? Wer weiß darüber etwas?

Hier ein Blick von oben (danke Google!):


Größere Kartenansicht

24. Februar 2009

Natur als Kunst: Tuffstein in der Oberbaum-City

Vor zehn Jahren war es nur ein seltsamer, überdimensionierter dunkler Klotz, der da auf einmal im öffentlich zugänglichen Hof der ehemaligen NARVA-Fabrik (heute: Oberbaum-City) stand.

klotz.jpg

Ging man ein paar Schritte weiter, fand sich im nächsten Hof ein ähnliches Objekt: moderne Kunst am bzw. im Bau – ich hakte es als eine der vielen Zumutungen der Postmoderne innerlich ab, wunderte mich aber schon über den Aufwand, der da getrieben worden war, um diese riesigen Blöcke in die Höfe zu bekommen.

Über die Jahre warf  ich immer mal wieder einen Blick auf die “Hof-Kunst” – und jedes Mal gefiel mir besser, was ich sah. Wasser rinnt an den Steinen herunter, es wächst Moos in den Ritzen und im Winter gefriert das Wasser zu “stehenden Eisfällen”. Ein Stück Natur, das sich durch die Einwirkungen der Elemente immer mehr verändert – schon irgendwie genial!

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Auf den Seiten der Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt Schnell finden sich weitere Informationen über das eindrückliche Werk: “Grundgedanke war es kraftvolle Stücke Natur in urbane Umgebung einzupflanzen. Dies gelang mit mächtigen über 42 cbm großen, aus dem Berg geschnittenen Kalksinther -Tuffsteinen. Zur Bewältigung diese Vorhabens mussten die vier monolitischen Blöcke in jeweils vier Elemente mit ca 25 Tonnen Gewicht geteilt werden und konnten so von Slovenien mit 16 Einzeltransporten nach Berlin geliefert und dort unter logistischer Höchstleistung in den vier Innenhöfen wieder cm-genau zusammengesetzt werden.”

Sehenswert sind auch die Bilder vom Ausschneiden der Steine und vom Transport an den Zielort (ebenfalls auf den Steinmetz-Seiten). Geplant hat das Ganze Prof. Gustav Lange aus Hamburg, Bauherrin war die Bayrische Hypo-Bank – damals war noch nichts mit Krise!

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