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PC-Probleme?

Im PC Blog Berlin schreibt Thomas Grabinger über PC-Ärgernisse und ihre Lösungen. Kein Wunder, denn als Computer-Service erweckt er täglich gecrashte PCs wieder zum Leben.
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4. Januar 2010

Gentrifizierung und Wohnungspolitik: Ausführliche Rezensionen

Eine wahre Fleißarbeit hat sich Andrej Holm im Gentrification Blog gemacht: Ausführlich wird eine ganze Serie von TAZ-Artikeln zum Thema unter dem Titel “Die (Re)Thematisierung der Wohnungspolitik” übersichtlich zusammengefasst und bewertet.

Es geht um “wohnungspolitische Ignoranz”, umstrittene Baugruppen, Kommerzialisierung und “Touristification”, um Gewerbestrukturveränderungen in Kreuzberg und um die Ost-West-Unterschiede der letzten großen Hausbestzungsbewegung. Wer einen sachlichen Einstieg in die Diskussion jenseits der medialen Aufregung um angezündete Autos und Hassplakate sucht, ist hier richtig!

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18. Dezember 2009

Das alte Berlin - Was wird aus der Mitte?

Das alte Berlin wird es wohl auf der Freifläche zwischen Rathaus und Spree nicht mehr geben, auch nicht als Rekonstruktion. Das zumindest lassen die ersten fünf Entwürfe vermuten, die ganz andere Versionen für das Gebiet formulieren.

  1. Da fließt plötzlich Wasser und das Rathausforum wird zum Hafen. Vielleicht aber auch zu einem großen Planschbecken, denn so richtig ausgereift ist diese radikale Vision wohl noch nicht.
  2. Oder es geht in die Tiefe, in die Erde, um das mittelalterliche Berlin freizulegen. Ruinen also, als hätte Berlin nicht schon genug davon.
  3. Die ganze Welt ist eine Bühne, warum also keine Bühne mitten in Berlin? Mit ständig wachsender Gestalt, wahlweise eine Agora oder Piazza. Oder doch nur ein weiterer Rummelplatz?
  4. Was ist eigentlich eine Esplanade? Eine ebene Fläche, lese ich gerade nach, die als Schussfeld dient oder auch als Paradeplatz. Klingt ausgesprochen preußisch, kommt aber aus dem Französischen. Und wird heute für Plätze, Parks und Promenaden benutzt. Ein Hauch von Weltstadt?
  5. Und nicht zuletzt: ein Stadtpark! Viel Grün, viel Baum, viel Luft. Ein Ort für Menschen. Das klingt doch gut, auch für’s Klima. Das sollte in einer so großen Stadt schließlich nicht vernachlässigt werden.

Gestern Abend gab es eine erste Diskussion mit Berlinerinnen und Berlinern. Ich bin gespannt, was es heute darüber zu berichten gibt. Oder war vielleicht jemand persönlich vor Ort? Vor allem würden mich ein paar mehr Bilder interessieren, leider konnte ich aber keine finden.

Quelle und weitere Informationen: taz, 17.12.09

11. November 2009

Krisengewinn: Kein Wolkenkratzer an der Elsenbrücke

Krisen haben auch was Schönes: das (geborgte) Geld sitzt nicht mehr so leicht in den Investorentaschen, also schrumpft so manches Großprojekt auf erträglichere Dimensionen zusammen. So geschieht es jetzt dem geplanten, 90 Meter hohen Hochhaus an der Ecke Elsenbrücke/Strahlauer Allee. Gut so!

Das Bezirksamt ändert den Bebauunsplan entsprechend, der Senat ist einverstanden und die Medien berichten über den schönen Erfolg für die Bürger: Das Hochhaus war den aktivien Media-Spree-Gegnern besonders widerwärtig, doch auch weniger engagierte Anwohner hatten keine Lust auf so einen Mega-Turm, der rundrum eine Menge Platz verschattet und insgesamt einfach nicht in die Zeit passt. Hochhäuser verbrauchen viel mehr Energie als andere: wie kann man in Zeiten der Klimakatastrophe überhaupt noch so dreist planen?

Dass sich das blödsinnige Vorhaben nun zerschlägt, ist aus meiner Sicht ein schöner Krisengewinn für alle: wären da Investoren Schlange gestanden, hätte der Senat weiter auf der alten Planung bestanden. Dem ist aber nicht so - wunderbar! Wegen mir kann Berlin ruhig “arm aber sexy” bleiben, anstatt reich und protzig zu werden.

*

Presse-Artikel dazu:

19. Juni 2009

Demo-Wochenende

Noch einmal zur morgigen Flughafenbesetzung Tempelhof: Fragen und Antworten in der heutigen taz. Ich selbst schaffe es wahrscheinlich nicht - weder flink über den Zaun, noch in die Nähe des Geländes. Ich muss arbeiten.

Außerdem gibt es noch andere interessante Veranstaltungen in der Stadt: 1. die Demo gegen Internetsperren um 12 Uhr vor dem Willy-Brand-Haus in der Wilhelmstraße 140. Das ist die SPD-Parteizentrale, wie sinnig. Und 2. die Motzmesse, wie ich immer sage. Das lesbisch-schwule Stadtfest rund um Nollendorfplatz und Motzstraße. Auch da wird in diesem Jahr sicher viel Politik gemacht. Ein Stand schmiegt sich an den anderen, mit Westerwelle und Beck an vorderster Front. Wetten? Wahlvolk sammeln, Stimmvieh züchten. Das wird aber auch Zeit.

17. Juni 2009

Tempelhof ist überall

Tempelhof ist nicht weit von hier. Doch seit ein paar Monaten ist es recht still in der Gegend, zumindest zischt, saust oder knattert nichts mehr durch den Neuköllner Luftraum. Nur manchmal, recht selten, der eine oder andere Hubschrauber, der sich auf dem Weg zum Urbankrankenhaus befindet. Oder Verkehrsaufklärung betreibt. Oder Verbrechensbekämpfung vielleicht. Was weiß ich?

Tempelhof ist dicht, und ich kann nicht sagen, dass mich das sonderlich kratzt. Innerstädtische Flughäfen, wo sie nicht geografisch zwingend notwendig sind, gehören geschlossen. Was denn auch sonst? Und was nun mit dem riesigen Gelände passieren soll…

Nun, da bin ich aufgeschlossen und neugierig. Und ein bisschen genervt, weil bislang kaum ein schlüssiger Vorschlag am Start ist. Hat doch nun wirklich lange genug gedauert, die Schließung, da könnten doch nun vereinzelt ein paar konkrete Ausarbeitungen auf dem Tisch liegen. Oder wenigstens ein Konzept, mit dessen Hilfe auf intelligente Art und Weise nach einer Lösung, einer sinnvollen Nutzung gesucht werden kann.

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Fast vergessen hätte ich in meinem Tran, dass am Samstag, den 20. Juni 2009, die Flughafenbesetzung stattfindet. Oder stattfinden soll, man wird sehen, ob sich der Zaun überwinden lässt. An sich finde ich das ja eine witzige Idee: einen Flughafen besetzen. Und Zelte drauf bauen oder Hütten errichten, eine kleine Siedlung entstehen lassen, mit der Zeit. Ein Flughafendorf, mitten in Berlin.

Okay, das ist ein Scherz oder aber Utopie. Trotzdem ist eine solche Aktion durchaus angebracht, denn es geht um Lebensqualität, positive Stadtentwicklung udn Mitbestimmung der Menschen, die hier wohnen. In den Medien war in den letzten Tagen allerdings nachzulesen, dass es eher nach Ärger aussieht. Polizei und Wachschutz stehen bereit, und die Action Weeks - vor allem mit den sinnlos brennenden Autos in der Stadt - haben nicht wenig dazu beigetragen, dass von allen möglichen Seiten mächtig rumgestänkert wird.

Mehr dazu kann man im TFA-Blog nachlesen. Und da sind auch die Kundgebungsorte aufgelistet, wo man sich ebenfalls am kommenden Samstag zum Thema Tempelhofer Feld informieren kann.

Nachtrag:  Es gibt offensichtlich doch ein Konzept. Wahnsinn! Nachzulesen bei creezy.

2. März 2009

Kreuzberg braucht seinen Kühlschrank!

Zwanzig Jahre lebte ich in Kreuzberg: es ist ein verdammt dicht besiedelter Bezirk, der viel zu wenig Grünflächen und Parks hat. Zwar gibt es auch etliche schöne Friedhöfe, die mehr und mehr zur Naherholung der Anwohner genutzt werden, doch zur Luftqualität tragen diese nur einen kleinen Teil bei.

Sehr viel mehr bringt da der “stadtklimatische Kühlschrank”, das Tempelhofer Feld. Eine große freie Grünfläche, in der sich im Sommer die Luft nicht so aufheizt wie in den Straßenblöcken Kreuzbergs, in denen es durch die Speicherfunktion der Häuser immer ein paar Grad wärmer ist als “draußen”. Nicht auszudenken, wie sich der Sommer künftig anfühlen würde, wenn das Tempelhofer Feld durchweg bebaut würde!

Der Senat plant allerdings schon ganze neue Stadtviertel, wie der Tagesspiegel berichtet - und bekommt nun Gegenwind vom Bezirk:  „Wir lehnen den Bau des Columbia-Quartiers komplett ab“, sagte Franz Schulz (Grüne), Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, dem Tagesspiegel. Das geplante Wohnquartier schneide die dicht bebauten Stadtviertel Kreuzbergs von der Kaltluftzufuhr vom ehemaligen Flugfeld ab. „Das ist für das Klima in der Stadt keine gute Idee“, so Schulz.

Ich bin gespannt, was das Gerangel um die riesige freie Fläche letztlich ergeben wird. Bei meinem letzten Umzug innerhalb Friedrichshains war es mir wichtig, nahe an der breiten Schneise mit den  Bahn- und S-Bahn-Geleisen zu bleiben, die nicht nur Züge, sondern auch jede Menge frische Luft in die Stadt bringen.  Man gehe mal Richtung Frankfurter Allee oder gar darüber hinaus: es ist ein Unterschied, den man in Kopf und Nase spürt!

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