ClaudiaBerlin am
2. Oktober 2007

TV-Tipp: Berliner Unterwelt entdecken

Tunnelröhren und Abwasserkanäle, vergessene Bunker, geheime Durchgänge, halbfertige U-Bahnhöfe für Linien, die nie in Betrieb gingen – wer das schon immer mal sehen wollte, hat heute Gelegenheit, es vom Fernsehsessel aus zu tun:

RBB, Di 02.10.07 20:15: Unter dem Pflaster von Berlin

Wer sich selbst auf den Weg ins Abgründige wagen will, kann an den Sonderführungen zum Tag der Deutschen Einheit teilnehmern, die der Verein Berliner Unterwelten e.V. anbietet.

ClaudiaBerlin am
27. September 2007

Urban Legend reloaded: Wasserhäuser kommen als Floating Lofts

Ich werde es erst glauben, wenn ich es sehe: in diesem Sommer wurde wieder viel über einen neuen Anlauf zum Bau der Wasserhäuser in der Rummelsburger Bucht geschrieben. Acht „Floating Lofts“ sind jetzt geplant, die zwischen 130.000 und 330.000 Euro kosten sollen und alle bereits vergeben seien. Angang 2008 soll das erste Loft stehen, die Bauherren bekommen einen Pachtvertrag auf 66 Jahre. Unter anderem wegen des Streits um diese „Liegezeit“ war das Projekt bisher gescheitert. Auch jetzt müssen bis zum Baubeginn noch „Kleinigkeiten“ geklärt werden wie etwa der Anschluss an die Versorgungsleitungen. Ich bin gespannt, ob der Teufel im Detail die Sache erneut scheitern lässt.

Mal abgesehen von allen verwaltungs- und bautechnischen Problemen: Wer will eigentlich in einem Haus auf der Rummelsburger Bucht wohnen? Nils Clausen, Sprecher der Baugruppe, sagte der Berliner Zeitung: „Der Vorteil von schwimmenden Häusern ist, dass es dort so unheimlich still ist.“ Weiterlesen →

ClaudiaBerlin am
23. September 2007

Mögen wir das Pferd am Pariser Platz?

Ein wenig erstaunt war ich schon, als ich gestern während der Demo am Pariser Platz das gigantische Pferd zu Gesicht bekam, das die „gute Stube Berlins“ nun ziert. Auf den ersten Blick wirkt es durch seine schiere Größe und Wuchtigkeit ein wenig martialisch, ein Eindruck, der sich auf den zweiten Blick jedoch verliert: es guckt recht freundlich, besteht aus lauter rundlichen Formen und erinnert dadurch ein wenig ans Michelin-Männchen.

Pferde-Statue von Fernando Botero

Wie man sieht, wurde der Gaul gleich in den Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung eingebunden!

Das Pferd stammt vom kolumbianischen Künstler Fernando Botero, der auch als „Salvador Dali Lateinamerikas“ bezeichnet wird. Es wird uns nicht auf Dauer erhalten bleiben, denn es handelt sich um eine auf zwei Monate begrenzte Ausstellung, zu der noch 14 andere Statuen gehören, die ebenfalls im Berliner Stadtraum aufgestellt sind, z.B. vor dem Berliner Dom.

Botero-Statue am Pariser Platz

Mit den Demonstranten zusammen abgelichtet, assoziiere ich mit dem Anblick auch „Baal“, bzw. die Anbetung eines Tiergotts in Babylon, wie sie in der Bibel berichtet (und natürlich nieder gemacht) wird. Das war allerdings ein „goldenes Kalb“, kein Pferd.

Um die Aufstellung der Statuen gibt es – wie immer in Berlin – natürlich Kontroversen. Den ausführlichsten Artikel dazu fand Goggle im „Neuen Deutschland“.

ClaudiaBerlin am
14. September 2007

Hopfen an Plakatwand, Anschutz-Arena an Skyline

Hopfen an Plakatwand

Und hier noch ein Blick auf die wachsende Anschutz-Arena, die sich langsam aber gewaltig in die Skyline schiebt, die man von der Modersohn-Brücke aus sieht. Die Sonne wird an manchen Tagen ein wenig früher unter gehen als bisher.

Anschutz-Arena im Bau

Vermutlich nimmt das dem Bauherren aber niemand übel, denn man tut ja einiges, um sich bei den „wilden Friedrichshainern“ beliebt zu machen.