23. Juni 2010
Es war einmal eine Strandbar neben der Modersohn-Brücke. Die ist jetzt weg, geblieben ist der “Strand”, denn der Sand ist noch immer da.

Die Wüste lebt!
Neben dem Hopfen, dessen attraktive Schlingen in den leeren Raum ausgreifen, ist es vor allem wilder Rucola, der sich über die leere Fläche ausbreitet. Die beliebte Salatpflanze mit ihrem würzigen, in der Anbau-Version oft schon allzu domestiziertem Geschmack könnte man hier Kilo-weise ernten.

Es empfiehlt sich, vor dem Verzehr den Rucula gut zu waschen!
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15. Juni 2010
So richtig neu ist das nicht, doch kaum jemand kennt wohl den Wortlaut der Ausführungsverordnung (AV) zum § 31a BtmG in Berlin, in der es im Abschitt 2 heißt:
“Bezieht sich die Tat auf den Umgang mit Cannabisharz oder Marihuana zum gelegentlichen Eigenverbrauch in einer Bruttomenge von nicht mehr als 10 (zehn) Gramm, so ist das Ermittlungsverfahren grundsätzlich einzustellen.”
Den ganzen Text mit allen Ausnahmen und den Fällen, in denen auch bis zu 15 Gramm geduldet werden, lest Ihr in den “Lichtenrader Notizen” oder im im Amtsblatt für Berlin Nr. 23 vom 11.06.2010, Seite 868 ff.
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10. Juni 2010
Die Veranstaltungsreihe-Reihe “Geschichte braucht Erinnerung” im KulturRaum Zwingli-KIrche (Rudolfstraße 14 / am Rudolfplatz) wird mit dem Defa-Film Die Beunruhigung (1982) fortgesetzt.
Lothar Warnekes Film über Leben und Tod ist einer der erfolgreichsten DEFA-Filme: Insgesamt haben ihn an die 4,3 Millionen
Menschen gesehen. Das Problem der Selbstbefragung, der Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst im Angesicht einer schweren Krankheit (Krebs) ist von zeitloser Aktualität und berührt heute wie damals die Zuschauer.
Die außerordentliche Darstellung der “Heldin” durch Christine Schorn macht diesen Film besonders eindrucksvoll, in dessen Anschluss der Verein KulturRaum Zwingli-Kirche e.V. zu einem Publikumsgespräch einlädt. Christine Schorn wird anwesend sein.
Mehr zum Film findet Ihr auf der Vereinswebsite.
Termin:
25. Juni 2010 um 20 Uhr
KulturRaum Zwingli-KIrche,
Rudolfstraße 14, 10245 Berlin-Friedrichshain
Eintritt: 5,– €, ermäßigt 3,– €.
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7. Juni 2010
Wie man überhaupt ernsthaft planen konnte, das Berliner Schloss mit Unsummen als eine Art Potemkinsche Schlossfassade wieder zu errichten, hab’ ich noch nie verstanden. Fehlt es denn irgendjemandem wirklich? Wäre nicht ein freier Platz in der Mitte eine wunderbare Chance, etwas ganz Neues zu entwickeln? Etwas, das es so noch nirgendwo gibt?
Sogar eine große Wiese finde ich angemessener als dieses Kleben an vergangener barocker Ästhetik. Gibts davon nicht schon genug in Berlin? Fragen über Fragen, die von den restaurierungswütigen Kräften dieser Stadt nie ernsthaft diskutiert wurden. Mir kommt die Schloss-Sehnsucht so seltsam vor wie der Hang zu Hedwig Courts Mahler-Romanen oder der Wunsch, statt einem Bundespräsidenten doch lieber wieder einen Kaiser haben zu wollen.
Nun ist das Schloss also erstmal eingespart, zumindest bis 2014. Es wäre auch extrem ignorant, “Schlösser aufzuführen” wie der verrückte Bayern-König Ludwig II, während man den Hartz4-Beziehern das Elterngeld und den eh schon minimalen Rentenbeitrag streicht.
In einer Forsa-Umfrage hatten sich übrigens 80 Prozent der befragten Berliner dafür ausgesprochen, auf das Schloss angesichts knapper Kassen GANZ zu verzichten. Aber wir sind ja dran gewöhnt, dass es die Bau-Willigen nicht groß interessiert, was das Volk zu den jeweiligen Vorhaben so meint!
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6. April 2010
Schon ihr Format und das schöne Layout lassen nur Gutes ahnen: Die Friedrichshainer Chronik berichtet informativ und liebevoll aufbereitet über alles, was in Friedrichshain erzählenswert ist.
Stadtgeschichte und Geschichten, interessante Orte und Straßen, Geschäfte, Kneipen und Restaurants sind Thema, es werden aber auch die Menschen liebevoll porträtiert, die im Kiez leben und etwas zu berichten haben.
Die April-Ausgabe ist seit dem 31.März zu haben und liegt wie immer kostenlos aus – auf einem Auslieferungsplan sind alle Orte aufgelistet, wo man mit Glück noch ein Exemplar des hübschen Druckwerks ergattern kann. Eine kleine Vorschau findet sich auf der Website der Friedrichshainer Chronik. Dort erscheinen dann mit einer kleinen Verzögerung auch alle Ausgaben online, was insgesamt ein interessantes Archiv zur Stadtteilgeschichte und zum Leben im Kiez ergibt. Man kann stundenlang stöbern und sich festlesen!
Thomas Heubner ist der Macher des ungewöhnlichen Mediums, der mittlerweile Friedrichshain wie seine Westentasche kennt, obwohl er selber derzeit in Kreuzberg wohnt. Mitschreiber sind herzlich eingeladen, ihre Bilder und Texte über interessante Kiez-Themen beizutragen. Aktuell wird auch ein/e Medienberater/in zur Unterstützung des Anzeigenverkaufs gesucht, denn das Magazin finanziert sich vollständig über Anzeigen.
Ich wünsche der Friedrichshainer Chronik weiter gutes Gelingen, auf dass dieses attraktive Heft unserem erstaunlichen Stadtteil weiter erhalten bleibt!
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25. März 2010
Als interessierte Bürger aus Friedrichshain wollten wir uns mal einen Eindruck verschaffen, wie die öffentlichen Angelegenheiten unseres Bezirks so verhandelt werden. Abgesehen von gelegentlichen Postings zu Einzelthemen hatte ich bisher die Bezirkspolitik nicht im Fokus – weder persönlich, noch in diesem Blog.
Mit der Idee, dass sich das ja ändern könnte, enterten wir also zu zweit das Raumschiff BVV – ein BISSCHEN vorinformiert durch das Studium der Tagesordnung, über die ich am Montag schrieb. Mehr als die Titel der Anträge waren leider nicht online, so dass wir von den zur Behandlung anstehenden Themen nicht viel wussten – mal mit Ausnahme von öffentlich großflächiger bekannten Mega-Themen wie die Initative Mediaspree versenken.

Wie man auf dem Bild sieht, sind die Fraktionen der BVV (fast) vollständig anwesend – sehr lobenswert angesichts dessen, was man z.B. in Sitzungen des Bundestags erlebt! Äußerst spärlich fanden sich dagegen Bürgerinnen und Bürger ein: außer uns waren während unseres etwa zweistündigen Besuchs ca. 10 Leute von der Media-Spree-Ini da, sowie noch zwei drei weitere Zuhörer. weiter…
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